Seit 2017 präsentiert die Website der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Informationen und Materialien zur Kommunismusgeschichte. 2023 wurden die Inhalte der Seite erweitert und das Seitenlayout überarbeitet.
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Die Website kommunismusgeschichte.de ist Lotse in der Forschungslandschaft, sie leitet und lenkt mit ihrer Suchfunktion zu über 1000 Einzeleinträgen, die Licht in die Geschichte des Kommunismus bringen und kontinuierlich erweitert werden. Die Kategorie „Aktuelles“ bündelt News, Veranstaltungen und Onlinepresse, unter „Lesen“ finden sie nicht nur Hinweise auf Bücher und Rezensionen zum Thema, sondern seit 2023 auch vergriffene Standardwerke als E-Books, „Sehen“ bietet Filmmaterial, Spielfilme, Dokus sowie Videopodcasts der Stiftung. Unter „Hören“ verbirgt sich unser Podcast Kanal, in der Kategorie „Lernen“ finden sich Ausstellungen, Museen und Bildungsmaterialien, „Forschen“ bündelt viele Forschungseinrichtungen und Portale. In der Kategorie BioLex werden über 5500 Biografien aus drei Lexika zugänglich gemacht. Unter JHK sind die retrodigitalisierten Beiträge des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung von 1993 bis 2023 zu finden. Im JHK werden jährlich unter einem thematischen Schwerpunkt Aufsätze von Experten und Expertinnen der Kommunismusforschung publiziert. Wer an der Ereignisgeschichte interessiert ist, findet unter „Chronik“ in einer illustrierten Zeitleiste Schlaglichter auf die Geschichte des Internationalen Kommunismus im 20. Jahrhundert. Die interaktive Karte bietet dem Nutzer über eine Filterfunktion die Möglichkeit, bestimmte Inhalte der Website geografisch zu verorten.
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Aktuelles
Artikel
Rot gefrorene Fäuste, keine Handschuhe. Am 24. Januar 1933 rief die »Rote Fahne« zur letzten legalen KPD-Kundgebung vor dem NS auf. In der DDR wurde das Foto des ZK zum Politikum
vom 22.01.2026 | ndNZZ
Rosa Luxemburg ist zur Ikone der Linken geworden. Ein Vorbild für Toleranz ist sie allerdings nicht
vom 15.01.2026 | NZZnd
Das Freikorps als »Bürgerwehr«. Wie Deutschlandfunk Kultur die Deutung der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verschiebt
vom 12.01.2026 | ndnd
Olga und Otto für die Weltrevolution
vom 05.01.2026 | ndDDR A-Z
Rückblick
Was geschah am 07. Februar?
1930: Ernst Gallerach geboren. 1958: 5. Kongreß des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands; Beschluß zur Umbenennung in Deutscher Kulturbund, Wahl von Max Burghardt (SED) zum Präsidenten. 1961: Kommuniqué des Politbüros des ZK der SED zur Rolle der Jugend beim Aufbau des Sozialismus. Provisorische Volkskammer beschließt die Gesetze über den Einsatz und die Förderung der Jugend und über die Bildung des Ministeriums für Staatssicherheit. 1963: Bildung von Landwirtschaftsräten mit Produktionsleitungen beim Ministerrat, in den Bezirken und Kreisen sowie Bildung der Staatlichen Komitees für Erfassung und Aufkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse und für Landtechnik und materiell-technische Versorgung; Auflösung des Landwirtschaftsministeriums (Ministerium für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft [MfLFN]). 1968: Durch Postwurfsendung erhalten alle Haushaltungen in der „DDR“ einen Brief Ulbrichts, den Text seiner Rede vom 31.1. und den Entwurf der neuen Verfassung mit der Aufforderung, sich an der „Volksaussprache“ darüber zu beteiligen. In der Folgezeit finden in vielen Orten Versammlungen statt, auf denen über den Verfassungsentwurf gesprochen wird und auch Fragen aus der Bevölkerung dazu beantwortet werden. 1983: Übergabe eines Schreibens des DDR-Staatsratsvorsitzenden E. Honecker an Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl in Bonn. Darin stellt Honecker über den Vorschlag der schwedischen Regierung hinaus, in Mitteleuropa eine von nuklearen Gefechtsfeldwaffen freie Zone zu schaffen, das gesamte DDR-Territorium dafür „bei Beachtung des Prinzips der Gleichheit und der gleichen Sicherheit zur Verfügung“ (ND 9. 2. 1983). Ein Brief gleichen Inhalts wird auch an den Vorsitzenden der SPD, Willy Brandt, übermittelt (Abrüstung). In seinem Antwortschreiben vom 17. 2. 1983 lehnt Bundeskanzler Kohl unter Hinweis auf die laufenden Abrüstungsverhandlungen und die Überlegenheit der konventionellen Rüstung der Warschauer-Pakt-Staaten in Mitteleuropa die Einbeziehung der Bundesrepublik Deutschland in eine von nuklearen Gefechtsfeldwaffen freie Zone ab.DDR A-Z 1966
Jugendkriminalität (1966)
Siehe auch die Jahre 1969 1975 1979 Die J. ist in den letzten Jahren ständig gestiegen. Der Anteil der 14- bis 25jährigen an der Gesamtkriminalität ist in der SBZ besonders hoch. Nach Angaben des Generalstaatsanwalts Josef ➝Streit (Neue Justiz, 1965 S. 344) betrug er 1960 bis 1964 etwa 50 v. H.; dabei ist die Belastungsziffer je 100.000 Einwohner gleichen Alters in den Altersstufen von 16 bis 18 und 18 bis 21 Jahren am höchsten. In der Altersgruppe von 21 bis 25 Jahren sinkt sie bereits allmählich und danach schnell ab. In der BRD war der Anteil der 14- bis 25jährigen an der Gesamtzahl der ermittelten Täter 1963 geringer als 40 v. H. Auch die Kurve der Belastungsziffer verläuft anders. Sie ist bei den 18- bis 21jährigen am höchsten, fällt bei den 21- bis 25jährigen nur wenig und nimmt erst in den folgenden Altersstufen schnell ab. Die Belastungsziffern der 25- bis 30jährigen ist aber noch höher als die der Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren. Der verhältnismäßig hohe Anteil der J. und die bisherigen Mißerfolge ihrer Bekämpfung widerlegen besonders deutlich die kommun. These, wonach die Kriminalität mit der gesellschaftlichen Entwicklung zum Sozialismus-Kommunismus allmählich überwunden werden soll (Kommunismus). Die Kriminalität wird als ein Produkt der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse angesehen, der in der „DDR“ mit der Errichtung sozialistischer Produktionsverhältnisse die Grundlage entzogen worden sei. Die noch begangenen Straftaten beruhen entweder auf einer klassenfeindlichen Gesinnung oder haben in ihrer Mehrzahl ihre Wurzeln in den Überresten alter Denk- und Lebensgewohnheiten der Menschen. Vor allem durch die gesellschaftliche Erziehung soll die Kriminalität allmählich überwunden werden. Das kontinuierliche Ansteigen der J. ist mit diesen Thesen überhaupt nicht zu vereinbaren. Die SED-Propaganda ist deshalb besonders bemüht, die Tatsache der steigenden Straffälligkeit Jugendlicher zu verschleiern. Die Zunahme der J. wird mit „Stagnieren des Rückgangs der J.“ umschrieben. Außerdem wird die irreführende Behauptung aufgestellt, daß die absolute Zahl der Straftaten Jugendlicher zurückgegangen sei. Gleichzeitig muß aber zugegeben werden, daß die — allein aussagekräftige — Belastungsziffer, d.h. die Zahl der Straftaten pro 100.000 Jugendlicher, gestiegen ist. In welchem Umfang wird allerdings nicht gesagt, wie überhaupt alle Veröffentlichungen über die J. ängstlich genaue Zahlen vermeiden. Die ohnehin dürftigen Angaben der Kriminalitäts-Statistik enthalten über die J. so gut wie nichts. Die der kommun. Ideologie widersprechende Tatsache, daß die ausschließlich in der sozialistischen Gesellschaftsordnung aufgewachsenen Jugendlichen in besonders hohem Maße straffällig sind, soll sogar zum Beweis für die Richtigkeit der These von der schrittweisen Überwindung der Kriminalität beim Aufbau des Sozialismus-Kommunismus dienen: Die altersstrukturelle Verteilung der Kriminalität in der „DDR“, deren Belastungskurve bei den Jugendlichen zwar steil ansteige, aber schon bei den 20- bis 25jährigen wieder allmählich und später sehr steil abfalle, „um sich bei Menschen über 40 Jahron so gut wie fast völlig zu verlaufen“, bestätige das „objektive Gesetz, daß die Kriminalität in der sozialistischen Gesellschaft dort am häufigsten zu finden sein müsse, wo die mögliche und notwendige bewußtseinsmäßige gesellschaftliche Reife noch nicht oder nicht genügend ausgeprägt worden sei“. Dagegen sei die „Blütezeit der Aktivität des Menschen zugleich die Zeit, in der er sich der Kriminalität entledigt“. Hieraus ergebe sich die Feststellung, daß die „Menschen in der sozialistischen Gesellschaft mit zunehmender persönlicher Reife, mit zunehmendem geistigen Heranwachsen in die sozialistische Gesellschaft, mit der wachsenden bewußten Kollektivität auch die Kriminalität immer von sich abstreifen“. Diese merkwürdige Argumentation widerspricht den sonstigen Propagandaparolen der SED, in denen stets versucht wird, die Jugend mit dem „Arbeiter-und-Bauern-Staat“ zu identifizieren. Besonders die von Kindheit an der sozialistischen Bewußtseinsbildung ausgesetzte Jugend, die im Gegensatz zu den noch mit „Resten egoistischen und menschenfeindlichen Denkens der bürgerlichen Klassengesellschaft behafteten“ älteren Menschen weder durch nationalsozialistisches Ideengut noch durch bürgerlich-kapitalistische Lebensgewohnheiten beeinflußt sein kann, wird sonst als Garant auf dem Wege zum Sozialismus-Kommunismus angesehen. Von der SED-Propaganda wird vor allem die negative Beeinflussung aus West-Berlin und Westdeutschland für die hohe J. verantwortlich gemacht. So sollen 80 bis 85 v. H. der gestrauchelten Jugendlichen westliche Literatur (Schund- und Schmutzliteratur) gelesen und 90 v. H. West-Berliner Kinoveranstaltungen besucht haben. Diese schädlichen Einflüsse sollen besonders das Rowdytum zur Folge haben. Die Notwendigkeit der Errichtung der Mauer in Berlin ist auch damit begründet worden, diese schädlichen Einflüsse der „Frontstadt West-Berlin auf [S. 227]die Bevölkerung der DDR“, insbesondere die Jugendlichen auszuschalten. Tatsächlich hat es die SED im wesentlichen mit denselben Problemen und Erscheinungsformen der J. zu tun, wie die Justiz der BRD und anderer westlicher Länder. Das beweisen u.a. zahlreiche Berichte über Rowdytum und Kapitalverbrechen Jugendlicher. In einer Untersuchung über die Kriminalität weiblicher Jugendlicher mußte zugegeben werden, daß sich die Straftaten von Mädchen auf Eigentumsdelikte, meist einfache Diebstähle, konzentrieren und sich damit kaum von der Mädchenkriminalität in Westdeutschland und der Weimarer Republik unterscheiden. Durch einen Beschluß des Plenums des Obersten Gerichts vom 7. 7. 1965 sind den Gerichten Anweisungen bei der weiteren Bekämpfung der J. gegeben worden. Die gesellschaftliche Wirksamkeit des Jugendstrafverfahrens soll vor allem durch verstärkte Einbeziehung der Bevölkerung und der gesellschaftlichen Organe erhöht werden. (Jugendstrafrecht) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 226–227 Jugendherbergen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z JugendliteraturDDR A-Z 1969
Jugendherbergen (1969)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Wurden anfangs geleitet vom Amt für Jugendfragen, seit dem 22. 11. 1956 jedoch vom Komitee für Touristik und Wandern. Das Ziel, dem SED, FDJ und FDGB die J. dienstbar machen, legte Gerhard Wenzel (im „Morgen“, 28. 2. 1958) dar: „Es muß das kollektive Wandern gefördert und die bisher ungenügende sozialistische Erziehungsarbeit an den J. verbessert“ werden. „Das gilt vor allem für die Herbergsleiter.“ Dies fordert auch die AO „über die Ausbildung der Leiter von J. und Touristenheimen“ vom 25. 2. 1961 (GBl. II. S. 98). Ende 1967 gab es rd. 250 J. u. 55 Wanderquartiere, d.h. Not-J. Die BRD hatte 568 J. am 1. 4. 1966. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 313 Jugendhaus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z JugendhilfeDDR A-Z 1958
Trawopolnajasystem (1958)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 System zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, in der SU von W. R. Wiljams entwickelt. Es bedeutet im wesentlichen die Einschaltung von mehrjährigen Futterpflanzen (Gräsern) in die Ackerfruchtfolge (Feldgraswirtschaft). Das System soll, im ganzen gesehen, eine Humusanreicherung des Bodens erzielen (hierzu gehören die Anlage von Windschutzstreifen u. a. Maßnahmen der Landeskultur) und wird unter Verkennung der gänzlich anders gearteten und höher entwickelten deutschen Bodenkultur im Rahmen der Mitschurinbewegung (Mitschurin) auch für die SBZ propagiert. „Das T. entlarvt die völkerfeindliche Theorie von der abnehmenden Bodenfruchtbarkeit und den Grenzen der Ertragssteigerung“ („Das demokratische Dorf“, 1. Jahrg., H. 5, S. 32). Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 318 Trapo A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Treue Dienste, Medaille fürForschen
Forschungsinstitut
Institut zur Erforschung des Kommunismus (Kommunizmuskutató Intézet igazgatója)
Scholarship
Visegrad Scholarship at the Open Society Archives
Tagung
CfP: Von der Internationale zur Völkerfreundschaft? Kommunismus und Transnationalität im 20. Jahrhundert
Marcel Bois, Christian Dietrich, Rhena Stürmer | vom 13.04.2023 | bis zum 14.06.2024Online-Ressource
Online collections of Polish cultural and scientific institutions
Lernen
App | Führung
Der Matrosenaufstand 1918
Opferverband | Dachverband
Internationale Assoziation ehemaliger politischer Gefangener und Opfer des Kommunismus (Inter-Asso)
Artikel | Debatte
Russland: Kinderfreizeit im Internierungslager?
Juri ReschetoDidaktisches Material | Website
REUNIFICATION REVISITED
vom 01.12.2020 | bis zum 10.12.2020