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Aktuelles - Tagungsbericht

Female Identities in the Post-Utopian. Perspektiven auf den Postsozialismus aus Kunst und Wissenschaft

Berichte | Tagungsbericht | vom 19.01.2017 | bis zum 20.01.2017 | Hochschule für Bildende Künste Hamburg
Logo der Hochschule für Bildende Künste Hamburg
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Das Public Seminar an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg erforschte Perspektiven auf die postsozialistische Transformation sowie damit in Verbindung stehende künstlerische und theoretische Diskurse aus Kunstgeschichte, Kunsttheorie und Geschichtswissenschaft. Künstlerinnen aus der ehemaligen Sowjetunion schauen heute vermehrt mit Fragen zu Identität, Gender und Erinnerung an die sozialistische Vergangenheit retrospektiv in die Zukunft, das heißt sie unternehmen retro-utopische Exkursionen. In einer post-utopischen Zeit lässt sich beobachten, dass Künstler sich auf die sozialistische Zeit und die Transformationsphase danach konzentrieren. Vor diesem Hintergrund behandelte das Seminar zeitgenössische Filme und Videoarbeiten, die Aufschluss über genderspezifische Erfahrungen und Herausforderungen von Frauen in einer postsozialistischen Gegenwart geben.


"Was denken Künstlerinnen bzw. Frauen aus heutiger Sicht über die sozialistische Vergangenheit und die Transformation Osteuropas? Welche retroutopischen Potentiale lassen sich in Bezug auf weibliche Identität und Gender ausmachen?" Fragen wie diese bildeten den Ausgangspunkt der Veranstaltung, für die gezielt das Format eines öffentlichen Seminars mit deutsch- und englischsprachigen Panels und Screeningsessions gewählt wurde. Unter den Vortragenden und Moderator/innen waren Künstler/innen, Filmemacher/innen, Kunstwissenschaftler/innen, Kultur- und Geschichtswissenschaftler/innen, die sich mit der aus feministischer Perspektive interessanten "Rückkehr vergangener Stile, Moden und Codes beschäftigen, die an die Oberfläche der gegenwärtigen visuellen Kultur drängen", wie die Gastgeberinnen LENE MARKUSEN (Hamburg) und ULRIKE GERHARDT (Lüneburg/Hamburg) in ihrer Begrüßung feststellten. Den Tagungsbericht von Katharina Schwab für H-Soz-Kult können Sie hier weiterlesen.

 

Konferenzübersicht:

Ulrike Gerhardt & Lene Markusen: Begrüßung

Panel 1: Mythen des (post)sozialistischen Alltags
Moderatorin: Elena Korowin, Albert-Ludwigs -Universität Freiburg

Monica Rüthers, Universität Hamburg: Von der Matrjoschka zur Barbie. Postsowjetische Arbeit am weiblichen Körper

Lene Markusen, Hochschule für bildende Künste Hamburg: Die Geschichte einer Freundschaft. Gedanken und Hintergründe zum Film „Sankt – Female Identities in the Post-Utopian“ (Deutschland 2017, 50:00 min.)

Ulrike Gerhardt, Lüneburg/Hamburg: Ewiges Warten. Poetiken des Zeitkonsums in Chantal Akermans „D’Est“ (From The East, 1993), Sasha Pirogovas „Queue“ (2014) und Lene Markusens „Sankt–Female Identities in the Post-Utopian“ (2017)

Panel 2: Feminist Art Beyond the Margins
Moderatorin: Suza Husse, Berlin

Ana Bogdanović, Universität Belgrad: Performing the Marginal – Enacting a Myth: Marina Abramović and the Balkans

Katja Kobolt, München: (A)Politicality of Retro-Utopia through Private: Public ReConfigurations: The Films of Jasmina Cibic

Anna Bitkina, St. Petersburg / Utrecht: Socially and Politically Engaged Feminist Art Initiatives in Russia Today: In Search of a Platform for a Possible Dialog Between the Government and Citizenry

Panel 3: Gender Performance im dokumentarischen Film und Video
Moderatorin: Jana Seehusen, Hochschule für bildende Künste Hamburg

Sophie Krambrich, Hochschule für bildende Künste Hamburg: „Ich bin eine Frau, wie kann ich glücklich sein?“ –„Luderschulen“ in Moskau

Petra Lange-Berndt, Universität Hamburg, Politiken der Marginalität

Anetta Mona Chişa, Prag: Uncomfortable Heritage

Anabela Angelovska, Hamburg: Kanun, Kommunismus und geschworene Jungfrauen. Notizen zum Film „HAKIE – HAKI. Ein Leben als Mann“ (Deutschland 2015, 29:00 min.)

Screenings

Lene Markusen: „Sankt – Female Identities in the Post- Utopian“, Deutschland 2017, 50:00 min. (Preview)

Jasmina Cibic: „Tear Down and Rebuild“, 2015, 15:28 min.

Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová: „Manifesto of Futurist Woman (Let’s conclude)”, Slowakei / Deutschland 2008, 11:23 min.

Anabela Angelovska: „HAKIE – HAKI. Ein Leben als Mann“, Deutschland 2015, 29:00 min.

Podiumsdiskussion
Mit Anabela Angelovska, Anetta Mona Chişa und Lene Markusen
Moderatorin: Bettina Steinbrügge, Kunstverein Hamburg