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JHK - JHK 2019

Von Südafrika über Europa hinaus?

Die South African Communist Party während der Apartheid, 1948–1990

JHK 2019 | Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung | Seite 125-138 | Metropol

Autor/in: Hanno Plass

1. Einleitung

Die Anfangsjahre der Communist Party of South Africa (CPSA)[1] waren geprägt von der Auseinandersetzung um Ausrichtung und Verortung als Teil der kommunistischen Weltbewegung wie auch in Südafrika mit seinen verschärften Bedingungen der rassistisch fundierten Ausbeutung.

Der Anspruch der Partei, die Grenzen der »Rassengesellschaft«[2] zu überschreiten und sowohl unter der herrschenden weißen Minderheit als auch unter der coloured[3] und indischen Minderheit wie der schwarzen Bevölkerungsmehrheit Mitglieder rekrutieren zu können, wurde schon ein Jahr nach ihrer Gründung, 1921, von militanten weißen Minenarbeitern herausgefordert. Diese traten in der Nachkriegsrezession in den Ausstand, nachdem die Minengesellschaften versucht hatten, den Wert ihrer Arbeitskraft durch den ausgeweiteten Einsatz schwarzer Arbeiter zu mindern. Der Protest der weißen Minenarbeiter weitete sich zu einer bewaffneten Erhebung unter der Losung »Arbeiter aller Länder vereinigt euch – und kämpft für ein weißes Südafrika« aus, die militärisch niedergeschlagen wurde.[4]

Die CPSA war nur peripher in die Revolte involviert.[5] Ihr gelang der Brückenschlag zwischen weißen und schwarzen Minenarbeitern nicht: Die einen – oftmals in Europa ausgebildete Fachkräfte – verteidigten ihren Status; die anderen – zumeist angelernte billige Arbeitskräfte, die, vom Land fliehend, Arbeit in der Stadt suchten – standen den Organisierungsversuchen der zumeist nichtschwarzen Kommunisten skeptisch gegenüber – oder waren durch ihre kasernierte Unterbringung schlecht erreichbar.[6] Aufgrund ihrer Konzentration auf die weiße Arbeiterschaft tat sich die CPSA zudem schwer, nicht-weiße Arbeiter anzusprechen.[7]

Trotz anfänglicher Fortschritte in der Mitgliedergewinnung wogen Auseinandersetzungen innerhalb der Partei schwer. Schon in Moskau stieß den südafrikanischen Delegierten die durch die Komintern aufgedrückte Linie der »native republic« sauer auf.[8] Auch wenn, parallel zur Komintern-Politik in den USA, die Losung vom »schwarzen Nationalismus« auf die Mobilisierungsschwäche der Kommunistischen Partei der USA (Communist Party USA, CPUSA) respektive der CPSA antworten sollte,[9] kritisierten die südafrikanischen Delegierten, dass diese Doktrin die nichtschwarzen Parteimitglieder (zu diesem Zeitpunkt eine nicht unbeträchtliche Zahl an jüdischen und indischen Kommunisten) ausschließe. Überstimmt fügten sie sich, doch sorgte die Annahme der »native republic«-Doktrin für heftige Diskussionen innerhalb der südafrikanischen Partei.[10] Ebenfalls schwächten die Kampagnen gegen »Trotzkisten« und »Links-« bzw. »Rechtsabweichler« die Partei und ihre Verbindungen in »rasseübergreifende« sowie afrikanische (Arbeiter-)Organisationen. Ihre Mitgliederzahl sank drastisch, sie war kaum mehr eine Rumpfpartei, die einen Avantgarde-Anspruch aufrechterhielt.[11]

Erst mit der Mobilisierung gegen die wachsende faschistisch-orientierte Nationalbewegung der afrikaanischen Weißen in den 1930er-Jahren erstarkte die CPSA wieder. Sie griff die »Greyshirt«-Bewegung nicht nur wegen deren offensichtlicher Verteidigung der weißen Vorherrschaft, sondern auch wegen des massiven Antisemitismus an.[12] Die CPSA bot den südafrikanischen Juden eine lokale Antwort auf den sich global ausbreitenden Judenhass.[13] Den ersten Widerstand gegen den südafrikanischen Faschismus trugen jedoch parteiungebundene antifaschistische Organisationen, denn zugleich war die Partei im ersten Moment handlungsunfähig.[14] Mit neuem Schwung entschied sich die CPSA just in dieser Periode dafür, einen Afrikaner zum Generalsekretär zu machen. Die Wahl Moses Kotanes kam einem »Neuanfang« gleich.[15] Zudem appellierte der Antifaschismus auch an nichtweiße Südafrikaner, weil er eine Perspektive über die begrenzten Auseinandersetzungen innerhalb der weißen Minderheit hinaus bot. Solidarität konnte die Farbschranken, die die südafrikanische Gesellschaft in allen Bereichen durchzogen, überwinden.[16]

Mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion gewann die CPSA – nach dem Schock des Hitler-Stalin-Paktes – eine neue »beispiellose Legitimität«.[17] Ihre Lorbeeren resultierten nicht nur aus der Assoziation mit der Sowjetunion, sondern auch aus der »bread-and-butter«-Politik in den rasch wachsenden Townships.[18] Die südafrikanische Kriegsproduktion veränderte die gesellschaftlichen Verhältnisse deutlich. Die weiße Minderheit sah sich durch die ausgeweitete Kriegsproduktion in den industriellen Zentren des Landes mit einem schwarzen, städtischen Proletariat konfrontiert, das auch durch eine urbane schwarze Kultur sowie einen erhöhten Grad gewerkschaftlicher Organisation gekennzeichnet war.[19] Afrikanische Parteimitglieder zogen ihre Konsequenzen aus der rassistischen Ablehnung der weißen Arbeiterschaft und wirkten erfolgreich auf die CPSA ein, sich Themen anzunehmen, die breiten schwarzen Bedürfnissen entgegenkamen.[20] Die Partei erfuhr Zuspruch, wenn sie sich an der Seite der nichtweißen Bevölkerung positionierte.

Ein entsprechend signifikanter Bruchpunkt war der schwarze Minenarbeiterstreik von 1946. Dieser Ausstand bot der CPSA die Möglichkeit, erstmals klassenrelevante Auseinandersetzungen des schwarzen Proletariats zu unterstützen. Ihre lokale Verankerung hatte Ansehen und egalitäre Praxis gestärkt.[21]

Doch auch dieser Streik wurde niedergeschlagen, die Büros der CPSA wurden durchsucht und führende Mitglieder des Hochverrats angeklagt.[22]

 

2. Der Kampf im Südafrika der Apartheid

Zum freiwilligen Waffendienst im Zweiten Weltkrieg hatten sich viele Antifaschisten gemeldet, aber auch afrikaanische Freiwillige, die mehr monetäre als ideelle Ziele verfolgten. Das südafrikanische Militär initiierte daraufhin ein Bildungsprogramm, das den antifaschistischen Charakter des Krieges vermitteln sollte; zudem agitierte eine linksgerichtete Soldaten-Gewerkschaft die Streitkräfte.[23] Weiße Veteranen kehrten politisiert aus dem Feld zurück und fanden »home front fascists« vor.[24] Führende Politiker der National Party (NP) hatten sich vehement gegen den Kriegseintritt gestellt, und der erste Ministerpräsident der Apartheid-Regierung Daniel F. Malan amnestierte eine Reihe inhaftierter prodeutscher Hochverräter.[25] Dies begünstigte die Übertragung der Rhetorik des antifaschistischen Kampfes von Europa nach Südafrika.[26] Die Terminologie bediente die CPSA schon seit einigen Jahren und popularisierte sie weiterhin.[27] Das Kriegsende nährte die Hoffnung, nach dem europäischen Faschismus auch der rassistischen Herrschaft in Südafrika ein Ende zu bereiten.[28] Programmatisch hatte die CPSA nach dem Wahlsieg der NP dazu aufgerufen, dem »faschistischen Kurs« Einhalt zu gebieten.[29]

Zwar lebte in der unmittelbaren Nachkriegszeit sowohl ein Widerstand der (weißen) Veteranen gegen die neue Apartheid-Regierung der »MalaNazis«[30] auf, aber aufgrund der differierenden politischen Standpunkte und des Schwindens der aus den Kriegserfahrungen geborenen Verbundenheit zerfiel die Oppositionsbewegung bis 1953.[31] Nur wenige der 250.000 Mitglieder des prominentesten Veteranenverbandes teilten die linke, radikale nichtrassistische Haltung des kommunistisch orientierten Kerns oder waren bereit, sich mit afrikanischen Organisationen zu solidarisieren, was die CPSA zu einem ihrer Kennzeichen erhoben hatte.[32] Der Schulterschluss mit den nichtweißen Organisationen ist als Resultat der Erfahrung der CPSA-Mitglieder zu sehen, dass sie nur als Teil der nationalen Befreiungsbewegung Erfolg haben würden.[33]

Schon zwei Jahre nach ihrem Wahlsieg ging die NP gegen die CPSA vor und verkündete das »Gesetz zur Unterdrückung des Kommunismus«. Dieses zielte mit einem sehr weiten Begriff des »Kommunismus« auf die gesamte Opposition. Die CPSA entschied, dem Verbot sowie folgenden Repressalien gegen Parteistruktur und -vermögen, (ehemalige) Mitglieder und Sympathisanten zuvorzukommen, und gab am 20. Juni 1950 im Kapstädter Parlament ihre Auflösung bekannt.[34]

Zusätzlich verschärfte das Apartheid-Regime die rassistische Gesetzgebung, um den Kontakt zwischen den ethnisierten Menschen zu unterbinden. Dies erschwerte es für die Opposition, sich überhaupt über die Farbschranken hinweg zu treffen. Für das alternative Milieu des Landes, in dem sich Freund- und Liebschaften zwischen Genossinnen und Genossen entwickelt hatten, bedeuteten die Gesetzesverschärfungen einen schwerwiegenden Eingriff in die Lebensgestaltung. Waren mit dem Wahlsieg der NP schon viele (weiße) Oppositionelle ausgewandert, so beschleunigten die neuen »Rassengesetze« die Emigration dissidenter Südafrikaner.[35]

 

3. Organisation der Opposition

Es blieben trotz des CPSA-Verbots oppositionelle Organisationen bestehen, aus deren Reihen neue Mitglieder für die im Untergrund rekonstituierte South African Communist Party (SACP) gewonnen wurden. Zugleich arbeiteten die klandestinen Kommunisten in den nach »Rassen« separierten Kongressen mit. Bestanden der South African Indian Congress (SAIC) und der African National Congress (ANC) schon seit Jahrzehnten, riefen die radikalen Oppositionellen einen »weißen« Congress of Democrats (COD) ins Leben. Wegen dieser Überschneidungen und der inhaltlichen Schwerpunktsetzung gelang es dem COD nie, den Verdacht abzustreifen, eine kommunistische Frontorganisation zu sein.[36] Dazu trugen auch seine Publikationen bei, in denen die Politik der Sowjetunion eine herausragende Rolle spielte – bis hin zur postumen Vergötzung Stalins.[37]

Doch die radikale Opposition erkannte auch, dass sie unter der herrschenden weißen Minderheit nur wenige Bündnispartner finden würde.[38] Daher fußte die Gründung des COD 1953 auf einem Zerwürfnis von liberaler und radikaler weißer Opposition. Der liberale Flügel setzte auf traditionelle parlamentarische Politik und unterschrieb nicht die Forderungen der nichtweißen Kongresse nach dem uneingeschränkten freien und gleichen Wahlrecht, wie es die Radikalen taten. Diese mehrheitlich ehemaligen CPSA-Mitglieder folgten der einmal gewonnenen Einsicht kommunistischer Politik in Südafrika, das Bündnis mit der unterdrückten Bevölkerungsmehrheit zu suchen.[39]

Nach mehreren gescheiterten Protestkampagnen in den frühen 1950er-Jahren, die teils auf eine wenig organisierte schwarze Bevölkerung oder massive staatliche Repression trafen, erzielte die Kongressallianz der vier Kongresse mit dem Volkskongress 1955 einen beachtlichen Erfolg. Dieser Versammlung ging eine beispiellose Kampagne voraus, in der unter den Südafrikanern, vor allem unter den von den politischen Institutionen ausgeschlossenen Nichtweißen, Vorstellungen und Wünsche für die Zukunft eines demokratischen Landes erhoben worden waren. Schulungen, Flugblattverteilungen und öffentliche Kundgebungen banden tausende Menschen ein. Ihre Forderungen wurden trotz massiver polizeilicher Behinderung und Einschüchterung als »Freiheitscharta« von den mehr als 3000 anwesenden Delegierten aller Volksgruppen verabschiedet.[40] Hieß es in der Komintern-Doktrin von der »native republic« noch, »dass Südafrika der eingeborenen Bevölkerung gehört«,[41] so postulierte die Freiheitscharta: »South Africa belongs to all who live in it, black and white.«[42]   Auch wenn sie vom SACP-Theoretiker Rusty Bernstein abgefasst worden war, war es ein offenes Dokument, das Forderungen nach grundlegenden menschlichen und demokratischen Werten in eine zukunftsweisende politische Form brachte.[43]

Der Staat reagierte auf den Volkskongress mit Massenverhaftungen und strengte 1956 einen Hochverratsprozess an, der sich aber als kontraproduktiv für die Absichten der Regierung und höchst förderlich für die angeklagten Kader der Widerstandsbewegung erweisen sollte. Während der Verhandlungen lernten sie sich privat kennen und teilten Sorgen, Nöte und Freuden während des Prozesses. Bestehende Vorbehalte schwanden durch die gemeinsamen Erfahrungen.[44]

Zehn Jahre lang, bis 1963, agierte die SACP erfolgreich im Untergrund. Sie stellte den einzigen Raum (dar), indem sich Aktivisten aus allen ethnischen Gruppen als Gleiche treffen konnten, und die Repression schweißte die seit Jahren miteinander arbeitende Gruppe weiter zusammen.

 

4. Gescheiterte Konfrontation

Der Prozess endete 1961 mit dem Freispruch auch der letzten Angeklagten. Er hatte die Opposition konsolidiert und eine internationale Solidaritätsbewegung geschaffen, deren Zentrum wiederum London war.[45]

In der Opposition setzte sich derweil der Gedanke durch, mittels Waffengewalt den Apartheid-Staat zum Einlenken zu zwingen. Die SACP begann unter dem Eindruck spontaner militanter Proteste gegen Maßnahmen der Regierung und nach dem Massaker von Sharpeville 1960[46] erste militante Aktionen gegen infrastrukturelle Einrichtungen zu verüben, die den bewaffneten Kampf einläuten sollten. China und Kuba mit ihren Guerilla-Armeen galten als Vorbilder wie auch die Partisanen des Zweiten Weltkriegs.[47] Angesichts des Massakers und des darauffolgenden Ausnahmezustands, währenddessen auch der ANC verboten wurde, tauchte die SACP aus dem Untergrund auf – auch um ein Signal der Unbeugsamkeit zu senden.[48] Ihre Kampforganisation »Umkhonto We Sizwe« (»Speer der Nation«, MK), ein Joint Venture von SACP und ANC, war jedoch kurzlebig und binnen zwei Jahren waren die Mitglieder des MK-Generalstabes, zu dem auch Nelson Mandela zählte, verhaftet worden. Sie wurden 1964 im »Rivonia-Prozess« wegen Sabotage angeklagt. Mandela und seine Mitstreiter – unter ihnen der indische Kommunist Ahmed Kathrada sowie der jüdische Kapstädter Tiefbauingenieur Denis Goldberg – wurden zu lebenslanger Haft verurteilt.[49]

Die Opposition galt damit als zerschlagen, die Apartheid-Regierung triumphierte. Polizeiliche Sonderrechte, Einschüchterungen, Belästigungen und Folter taten ihr Übriges, den Widerstand – vorerst – zu brechen.

 

5. Zerschlagung der Opposition, Exil in Europa

Neben der drastischen Repression der Sicherheitspolizei trieb auch zunehmende Isolation viele SACP-Mitglieder ins Exil.[50] Dabei war England wegen des hohen kulturellen Stellenwerts, der verbreiteten Studienerfahrungen und familiären Verbindungen sowie seiner Stellung als Zentrum des Commonwealth (dem Südafrika bis 1962 angehörte) maßgebliches Ziel der Emigration. Daneben lebte in London eine große Gruppe emigrierter Südafrikaner, welche die Opposition unterstützte. Nötige finanzielle Ressourcen machten die Auswanderung zu einem Privileg.[51] Erschwerend wirkte eine selektive britische Einwanderungspolitik.[52] Insgesamt lebten schätzungsweise 70.000 Südafrikaner im Vereinigten Königreich, davon jedoch nur an die 4.000 schwarze, indische und coloured.[53]

Die SACP unterhielt schon seit den frühen 1950er-Jahren eine Parteizelle in London, die mit Tarnanschriften, Propaganda sowie Anlaufpunkten und Unterkünften aushalf.[54] Dort stießen die SACP-Mitglieder auf das Anti-Apartheid Movement (AAM), das die zentrale Plattform auch der exilierten südafrikanischen Opposition werden sollte. Das AAM profitierte von der politischen Erfahrung und Expertise sowie der Aura der Authentizität, mit der die SACP-Mitglieder die Bewegung belebten.[55] Doch die Dominanz südafrikanischer Kommunisten sorgte auch für Friktionen innerhalb des Bündnisses. Ihre hohe Präsenz in einer britischen Organisation wurde moniert,[56] wie auch das Engagement bekannter Aktivisten.[57] Das Foreign Office ging sogar so weit, das AAM einige Zeit als Tarnorganisation der SACP zu betrachten.[58]

In anderen Ländern ließen sich weniger Aktivisten nieder, wobei die sozialistischen bevorzugt wurden. Kommunistinnen und Kommunisten siedelten sich auch als Funktionsträger in Ostblockstaaten an, wie Sylvia Neame oder Michael Harmel,[59] was auch von den frühen solidarischen Beziehungen zwischen der südafrikanischen Befreiungsbewegung und der UdSSR bzw. der DDR herrührte.[60]

 

6. »Der Feind in der gleichen Farbe«

Die Beteiligung und führende Rolle, die weiße Aktivisten in der Opposition Südafrikas einnahmen, riefen wiederholt Kritik hervor. Durch die Regierung wurde eine Unterwanderung der nichtweißen Organisationen durch die SACP behauptet, um die Widerstandsbewegung zu schwächen. Gemäß ihrer rassistischen Denkweise würden die weißen bzw. jüdischen Kommunisten die minder befähigten Nichtweißen zu einem ihnen fremden Glauben verführen.[61] Kritik von afrikanischen Nationalisten stieß ins selbe Horn.[62] Angesichts des generell steinigen Weges des ANC zur Zusammenarbeit mit der SACP brachten ihn diese Abspaltungen in neuen Legitimierungszwang.[63] Der einflussreiche Präsident Albert Luthuli unterband strikt jede Fraktionsbildung nach dem Volkskongress.[64] Daraufhin spaltete sich der Pan-African Congress (PAC) ab und begann eigenständig Protest gegen das Apartheid-Regime zu organisieren.[65] Sofort wurde er aus den Reihen der Kongress-Allianz mit Kritik und Polemik bedacht, denn er propagiere nichts als »umgekehrten Rassismus«, wie das SACP- und ANC-Mitglied Walter Sisulu urteilte.[66]

1969 spaltete sich erneut eine Fraktion vom ANC ab, da dieser entschieden hatte, seine Reihen – jedoch nicht seine Führungsetage – auch nichtafrikanischen Südafrikanern zu öffnen.[67] Wieder war es die »weiße« SACP, die als Einfallstor für die Angriffe auf den Kurs des ANC herhalten musste.[68] Sie selbst sparte nicht mit scharfen Zurückweisungen.[69] Der Versuch, im Kalten Krieg den ANC durch Verweis auf seine Verbindungen mit der SACP zu schädigen, schlug nicht nur deshalb fehl, weil die personellen Überschneidungen viel zu groß waren, sondern auch, weil die Sowjetunion seine zentrale Unterstützerin war.[70]

 

7. Auslandsbasis London

Die Revolution in Südafrika vorzubereiten oblag ab 1965 der einzigen funktionstüchtigen Parteizelle in London.[71] Neben der Mitarbeit im ANC und im AAM war sie für die Produktion der Parteizeitung African Communist verantwortlich, die in der DDR gedruckt wurde.[72] Die SACP folgte auch in London Prinzipien der klandestinen Arbeit,[73] um den Spionagetätigkeiten zu entwischen.[74]

In der eingeschworenen Gruppe im Exil gab es eigentlich keine Friktionen.[75] Neben der Aufrechterhaltung der Parteiexistenz blieb die Arbeit innerhalb des AAM und ANC ihre wichtigste Aufgabe. Von der Kongress-Allianz waren nur sie und der ANC als Organisationen übriggeblieben. Letzterer repräsentierte allein die legitime Opposition. Seine Öffnung für alle Südafrikaner war somit nur folgerichtig, wenngleich die SACP diese Politik vorantrieb.[76] Daneben kooperierten beide im MK und entwickelten Wege, um Propagandamaterialien – später auch Waffen – nach Südafrika zu schmuggeln.[77] Den klandestinen Status behielt die SACP auch auf dem afrikanischen Kontinent bei, vor allem wegen der panafrikanischen Skepsis der postkolonialen Staaten.[78]

Für den ANC wiederum fungierte London als Rückzugsbasis von den Nachbarstaaten Südafrikas, in denen er einen Aufenthalts- und Operationsraum gewährt bekommen hatte, aber nicht dem Einflussbereich Pretorias entzogen war.[79] Als Angelpunkt der Auslandsreisen der SACP war die Themsemetropole schon seit den 1950er-Jahren genutzt worden, um intensive Kontakte nach Moskau aufzunehmen. Auch der bewaffnete Kampf war eng mit der Sowjetunion abgestimmt und durch sie finanziert worden.[80] Illegalität und Exil verstärkten die Abhängigkeit der SACP von der Sowjetunion. Sie fungierte zudem als Türöffner für den ANC, der in der Sowjetmacht den beständigsten und solidarischsten Unterstützer fand.[81] So wurden dem ANC und der SACP kontinuierlich Gelder bereitgestellt und die offiziellen Magazine der beiden Organisationen (Sechaba und African Communist) in der DDR gedruckt.[82] Seit 1963 wurden Militante des MK in der Sowjetunion und der DDR ausgebildet.[83] Zudem konnten ausgewählte ANC/SACP/MK-Mitglieder seit den frühen 1960er-Jahren in der Sowjetunion und anderen sozialistischen Staaten studieren.[84] 1964 waren dies 170 ANC-Mitglieder, ihre Zahl schwoll auf drei- bis vierhundert jährlich an.[85] Auch die Afro-Asiatischen Solidaritätskomitees trugen das Ihre zur weiteren Gewährleistung der Unterstützung bei.[86]

Intensiver Kontakt herrschte zwischen der Befreiungsbewegung und den Parteien, Staatsapparaten und vorgelagerten Solidaritätsorganisationen aller sozialistischen Länder.[87] Zuletzt dienten die Ostblockstaaten auch als Ziel für Urlaubsreisen südafrikanischer Aktivisten.[88] Der propagandistisch verbreitete, aber auch subjektiv erfahrene Enthusiasmus über die Hilfe der staatskommunistischen Staaten wurde jedoch nicht von allen Parteimitgliedern geteilt.[89]

In den westeuropäischen Ländern konnte die SACP nur vermittelt durch den nicht-kommunistischen ANC oder zivilgesellschaftliche Organisationen um Solidarität und Unterstützung durch staatliche Stellen werben. England spielte wegen der engen ökonomischen Verflechtungen und der historischen Verbindungen eine besondere Rolle. Hinsichtlich finanzieller und diplomatischer Unterstützung war vor allem Schweden bedeutsam – beschränkte seine Unterstützung jedoch strikt auf nichtmilitärische Hilfe.[90]

Eine Sonderstellung nahmen die Vereinten Nationen ein, auf deren Parkett Südafrika schon früh mit Kritik konfrontiert gewesen war. Einige Mitgliedsstaaten hatten zudem Kontakte zu ANC- und SACP-Aktivisten geknüpft.[91] Nach dem Sharpeville-Massaker richtete die UNO 1963 ein Spezialkomitee ein, das fortan eng mit südafrikanischen Aktivisten aus ANC und SACP zusammenarbeitete.[92]

 

8. »Europa« – Vorstellung und Wirklichkeit

In London blieb das Leben der meisten SACP-Mitglieder überschattet von den Erfahrungen und Geschehnissen in der Kaprepublik. Zwar fielen die mehrere Zehntausend »unsichtbaren Migranten«[93] weniger auf als die zeitgleich auf die Britischen Inseln einwandernden »newcomers« aus der Karibik,[94] sie nahmen sich mehrheitlich dennoch als distinkt südafrikanisch wahr.[95] Trotz ihrer nach England ausgerichteten Schulbildung, fanden die meisten Exilanten es wegen der kulturellen Differenzen schwer, sich in die englische Gesellschaft einzufügen.[96] Zudem dominierte das Selbstverständnis als südafrikanische Befreiungskämpfer und Patrioten.[97] Die physische Sicherheit wog Entfremdung und Heimweh nicht auf.[98]

Abseits dieser persönlichen Verortung stimmte die politische Positionierung der SACP außerhalb ihrer Beteiligung an der theoretischen Arbeit des ANC mit der Ausrichtung der Sowjetunion überein.[99] Ihre Verlautbarungen hinsichtlich europäischer Ereignisse blieben in der Regel apologetisch und grundlegende Dokumente, wie das Parteiprogramm von 1962, waren eng mit der Moskauer Führung abgestimmt.[100] Strittige Handlungen, wie die Absetzung der Reform-Regierung Imre Nagys in Ungarn 1956, die Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 oder der Ausnahmezustand in Polen 1982, wurden gerechtfertigt.[101] Neben diesem auch praxisrelevanten Konformismus ordnete sich die SACP jedoch den Prämissen des ANC unter, wenngleich sie an wichtigen strategischen Entscheidungen durch personelle Doppelfunktionen entscheidend an der Politik des Kongresses beteiligt war. Ihr Kommentar zu europäischen Ereignissen zeichnete sich durch die Notwendigkeit des Bündnisses mit Moskau aus, der Fokus der Partei lag hingegen auf dem südlichen Afrika.

Europa, vor allem der Kampf gegen den Faschismus, nahm hingegen in der »mental map« des Widerstandes gegen die Apartheid eine zentrale Rolle ein. Der Nationalsozialismus mit seinen antisemitischen und rassistischen Doktrinen schien den südafrikanischen Aktivisten Mahnung und Ansporn zugleich gewesen sein, sich gegen Pretoria zu erheben, und diente als abschreckendes Beispiel für die Ultima Ratio rassistischer Herrschaft.[102]

 

9. Fazit

Das »fremde« Konzept des Kommunismus schuf ein Mittel, die ethnische Spaltung Südafrikas zu überwinden. Wo die liberale Opposition gegen die Apartheid versagte, stand die SACP als wirkmächtigste Repräsentantin für Gleichheit und Freiheit ein; als einzige ernstzunehmende Partei erließ sie weder eine rassistische Mitgliederbeschränkung noch vertrat sie ein staatsbürgerliches und wahlrechtliches Programm des »qualified franchise«, das die Wahlrechte der Nichtweißen an Eigenschaften wie Bildung und Besitz koppelte.

Ihre Praxis durchbrach die »Rassenschranken« und seit den 1940er-Jahren kreierte die Erfahrung innerhalb der Partei ein lebenslanges Band zwischen Aktivisten verschiedener Hautfarben, das weit ins Private hereinreichte.

Sie stand damit unkorrumpierbar für »non-racialism« und trug mit zu einem politisch und kulturell alternativen Milieu in Südafrika bei, in dem sich Menschen verschiedener Hautfarben auf Augenhöhe und mit Respekt begegneten.[103] Zudem entwickelte die SACP ein umfassendes Konzept einer inklusiven, egalitären Demokratie.[104] Die Öffnung des ANC für nichtafrikanische Mitglieder auf der Morogoro-Konferenz 1969 kann als Gebot der Stunde gesehen werden; es war aber auch ein Schritt, der durch SACP-Mitglieder im Vorfeld diskutiert und vorangetrieben wurde. Die Entscheidung des ANC war somit auch ein Sieg der SACP.[105] Die Zugehörigkeit von Weißen im Widerstand gegen die Apartheid diente zudem als Beweis für den »nichtrassistischen« Charakter des Befreiungskampfes.[106]

Am weitesten wirkte jedoch die verabschiedete Freiheitscharta von 1955: Sie ging 1996 in die Verfassung des neuen, von Nelson Mandela geführten Südafrika über.[107]

 


[1] Ist die Partei in der Periode ihrer legalen Existenz 1921–1950 gemeint, bezeichne ich sie im Folgenden als CPSA, für die Zeit danach mit ihrem 1952 angenommenen Namen SACP. – Nach einer einzigen Arbeit mit »unsortierten« Archivmaterialien (Eddy Maloka: The South African Communist Party in Exile and After Apartheid, Johannesburg 2013, S. 185 [im Folgenden Maloka: SACP]) sei das Archiv der Partei »verschwunden« (Irina Filatova: The Lasting Legacy: The Theory of the National-Democratic Revolution and South Africa, in: South African Historical Journal 64 [2012], H. 3, S. 507–537, hier S. 526), weshalb sich neuere Forschungen auf (international) verstreute Bestände, schon vorhandene Studien, Interviews mit Zeitzeugen und deren Ego-Dokumente beziehen (Mia Roth: The Communist Party in South Africa. Racism, Eurocentricity and Moscow, 1921–1950, Johannesburg 2016) oder ohne archivalische Quellen arbeiten (Thomas S. Kolasa: The South African Communist Party. Adapting to Thrive in a Post-Communist Age, Jefferson 2016).

[2] Heribert Adam: Südafrika. Soziologie einer Rassengesellschaft, Frankfurt a. M. 1929.

[3] »Coloured« ist ein spezifisch südafrikanischer Terminus, der nicht nur »Farbige« im Sinne von Abkömmlingen aus gemischten Beziehungen meint, sondern ebenso Khoi- und San-Nachfahren sowie Menschen, die keiner der anderen »Rassegruppen« – Weiß, Schwarz, Indisch – zugeordnet werden konnten (Christoph Marx: Südafrika. Geschichte und Gegenwart, Stuttgart 2012, S. 225 f.; siehe auch Saul Dubow: Apartheid, 1948–1994, Oxford 2014, S. 25 ff., 37 f.; ders: Scientific Rascism in Modern South Africa, Cambridge 1995).

[4] William Beinart: Twentieth-Century South Africa, Oxford 2001, S. 84 ff.; A. Lerumo [Michael Harmel]: Fifty Fighting Years. The South African Communist Party, 1921–1971, London 1971, S. 49 f.; Allison Drew: Discordant Comrades. Identities and Loyalties on the South African Left, Aldershot 2000, S. 51, 60; siehe auch H. Jack Simons/Ray E. Simons: Class and Colour in South Africa, 1850–1950, Harmondsworth 1969, S. 285 (wo das führende CPSA-Mitglied Sidney Bunting sich empört, die Losung sei eine »groteske Verdrehung« des Inhalts des Kommunistischen Manifests).

[5] Südafrikanische Kommunistische Partei: Dokumente der Südafrikanischen Kommunistischen Partei 1915–1980 (im Folgenden SACP: Dokumente), Berlin 1984, S. 108 f.

[6] Drew: Discordant Comrades (Anm. 4), S. 79–84; Marx: Südafrika (Anm. 3), S. 205 ff.

[7] Roth: The Communist Party in South Africa (Anm. 1), S. 26 f., 72 ff.

[8] Irina Filatova/Apollon Davidson: The Hidden Thread. Russia and South Africa in the Soviet Era, Johannesburg/Kapstadt 2013, S. 85.

[9] Roth: The Communist Party in South Africa (Anm. 1), S. 83 ff.; Edward Johanningsmeier: Communists and Black Freedom Movements in South Africa and the US: 1919–1950, in: Journal of Southern African Studies 30 (2004), H. 1, S. 155–180, hier 169 ff. Sidney Bunting, der sich gegen die »native republic« aussprach, gehörte in Südafrika zugleich zu den entschiedensten Fürsprechern der Annäherung an die Bedürfnisse der schwarzen Arbeiterschaft.

[10] Roth: The Communist Party in South Africa (Anm. 1), S. 85 ff.; SACP: Dokumente (Anm. 5), S. 137–150, bes. S. 149; Lerumo: Fifty Figthing Years (Anm. 4), S. 63 ff.; Drew: Discordant Comrades (Anm. 4), S. 95–111.

[11] Robin Cohen: Introduction, in: Albert T. Nzula/Ivan I. Potekhin/Aleksandr Z. Zusmanovich: Forced Labour in Colonial Africa, hg. v. Robin Cohen, London 1979, S. 1–19. Ich danke Robin Cohen, dass er mein Interesse auf das Buch gelenkt hat. Maloka: SACP (Anm. 1), S. 7; Drew: Discordant Comrades (Anm. 4), S. 76–79, 168.

[12] Zum afrikaanischen Nationalismus siehe Christoph Marx: Im Zeichen des Ochsenwagens. Der radikale Afrikaaner-Nationalismus in Südafrika und die Geschichte der Osswabrandwag (= Studien zur Afrikanischen Geschichte 22), Münster 1998, S. 157–173, 221–240; siehe auch Patrick Furlong: Between Crown and Swastika. The Impact of the radical right on the Afrikaner nationalist movement, New Haven 1991; Milton Shain: A Perfect Storm. Antisemitism in South Africa, 1930–1948, Johannesburg/Kapstadt 2015. Gideon Shimoni konstatiert, dass die extreme Rechte unter den Afrikaanern eine Hegemonie ausübte (Gideon Shimoni: Jews and Zionism: The South African Experience [1910–1967], Oxford/Kapstadt 1980, S. 133).

[13] Mark Israel/Simon Adams: »That Spells Trouble«, Jews and the Communist Party of South Africa, in: Journal of Southern African Studies 26 (2000), H. 1, S. 145–162; Susan D. Pennybacker: Anti-apartheid Testimony. Unmaking the Histories of South African Jewish Communists, in: Simone Gigliotti u. a.: Ethics, Arts, and the Representation of the Holocaust. Essays in Honour of Berel Lang, Lanham u. a. 2014, S. 121–140.

[14] Drew: Discordant Comrades (Anm. 4), S. 186.

[15] Marx: Südafrika (Anm. 3), S. 207.

[16] Hymie Barsel, South African History Archive (im Folgenden: SAHA), The Julie Frederikse Collection AL2460, A2.7.3; Naboth Mokgatle: The Autobiography of an Unknown South African, London 1971, S. 233.

[17] Stephen Clingman: Bram Fischer. Afrikaner Revolutionary, Johannesburg 2013, S. 146.

[18] Tom Lodge: Black Politics in South Africa since 1945, London/New York 1983, S. 28 f.

[19] Beinart: Twentieth-Century (Anm. 4), S. 125 f., 131 f.; Lodge: Black Politics (Anm. 18), S. 11–30.

[20] Ebd., S. 29; Johanningsmeier: Communists and Black Freedom Movement (Anm. 9), S. 176.

[21] Lodge: Black Politics (Anm. 18), S. 28 f.

[22] Ebd., S. 19 f.; Rusty Bernstein: Memory Against Forgetting. Memoirs from a Life in South African Politics 1938–1964, Johannesburg 1999, S. 90–100.

[23] Neil Roos: Ordinary Springboks. White Servicemen and Social Justice in South Africa, 1939–1961, Aldershot/Burlington, S. 45–53; ders.: The Springbok and the Skunk. War Veterans and the Politics of Whiteness in South Africa during the 1940s and 1950s, in: Journal of Southern African Studies 35 (2009), H. 3, S. 643–661.

[24] Dubow: Apartheid (Anm. 3), S. 45. Die Springbok Legion agitierte kontinuierlich für die gleiche Bezahlung nichtweißer Soldaten und ihr Recht, Waffen tragen zu dürfen; aber in der südafrikanischen Armee herrschte – wie in anderen alliierten Streitkräften zumeist auch – eine rassistische Trennung (siehe Recherche International [Hg.]: »Unsere Opfer zählen nicht«. Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg, Berlin/Hamburg 2009).

[25] Ebd.

[26] Die Kennzeichnung der Apartheid als »Faschismus« oder protofaschistisch zog sich durch die gesamte Periode des Widerstands. Besonders unterfüttert wurde die Losung durch Brian Buntings Studie »The Rise of the South African Reich« (Harmondsworth 1964). Kritik aus den eigenen Reihen kam erst spät auf und fand kaum größere Resonanz, siehe: Harold Wolpe: Some Comments on »South African Fascism«, University of Cape Town, Manuscript Collection, BC 1150 Harold Wolpe Papers, A 26 Box File »Manuscripts«, Box I (ohne Datum, nach 1980). Siehe auch Adam: Südafrika (Anm. 2), S. 38–54. Doch diese Charakterisierung wurde bis in die 1980er-Jahre beibehalten (siehe »Fascist South Africa«, in: The African Communist, Nr. 10 [Juli/August 1962], S. 3 ff.; SACP: Dokumente [Anm. 5], S. 597–637).

[27] Siehe Dominic Tweedie: Fight the Fascist Bill – Defend the Cape Native Franchise, in Umsebenzi, 18.

Mai 1935, www.marxists.org/history/international/comintern/sections/sacp/1935/native-franchise.htm (ges. am 24.

August 2017).

[28] Lionel Bernstein: Letter from Italy, Historical Papers, University of the Witwatersrand, A3299 Hilda and Rusty Bernstein Papers, 1931–2006, A8.1.

[29] SACP: Dokumente (Anm. 5), S. 281 ff.

[30] Dubow: Apartheid (Anm. 3), S. 45.

[31] Ebd., S. 46.

[32] Ebd.

[33] Siehe Roth: The Communist Party in South Africa (Anm. 1), S. 147 f.

[34] SACP: Dokumente (Anm. 5), S. 30.

[35] Siehe Mark Israel: South African Political Exile in the United Kingdom, Basingstoke 1999; Hans-Georg Schleicher: Südafrikas neue Elite. Die Prägung der ANC-Führung durch das Exil (= Hamburger Beiträge zur Afrika-Kunde 74), Hamburg 2004.

[36] David Everatt: The Origins of Non-Racialism. White Opposition to Apartheid in the 1950s, Johannesburg 2009; Joshua Lazerson: Against the Tide. Whites in the Struggle Against Apartheid, Boulder/San Francisco/Oxford 1994.

[37] Siehe beispielsweise Brian Bunting: Life is More Joyous. Report of a Visit to the Soviet Union, Johannesburg 1954 oder Walter Sisulu u. a.: South Africans in the Soviet Union, Johannesburg, o. J. [1950er-Jahre]; Ben Giles: Stalin. An Obituary, Fighting Talk, April 1953, S. 4; N.N.: Stalin – Leader of a New Type, Fighting Talk, März 1954, S. 10.

[38] J. Johnson: Can the Congress of Democrats win Mass Support?, in: Liberation No. 13, October 1955, S. 19–22. Liberation wurde wie auch andere Publikationen von SACP-Mitgliedern als Plattform zum Austausch und zur Positionsbestimmung genutzt.

[39] Lazerson: Against the Tide (Anm. 36), S. 64–75; zur Entwicklung der Liberal Party siehe Everatt: The Origins (Anm. 36), S. 123–168.

[40] Raymond Suttner/Jeremy Cronin: 30 Years of the Freedom Charter, Johannesburg 1986; Peter Hudson: Images of the Future and Strategies in the Present. The Freedom Charter and the South African Left, in: Philip Frankel/Noam Pines/Mark Swilling (Hg.): State, Resistance and Change in South Africa, London u. a. 1988, S. 259–277.

[41] SACP: Dokumente (Anm. 5), S. 138–145, hier S. 142.

[42] Suttner/Cronin: 30 Years (Anm. 40), S. 262; Bernstein: Memory (Anm. 22), S. 152–156.

[43] Ester Barsel, SAHA AL2460 The Julie Frederikse Collection, A2.6; Suttner/Cronin: 30 Years (Anm. 40), S. 114 f.; Dubow: Apartheid (Anm. 3), S. 68 ff.

[44] Siehe Lionel Forman/E. S. Sachs: The South African Treason Trial, London 1957; Anthony Sampson: The Treason Cage. The Opposition on Trial in South Africa, London u. a. 1958; Bernstein: Memory (Anm. 22), S. 181.

[45] Dubow: Apartheid (Anm. 3), S. 72 f.; Denis Herbstein: White Lies. Canon Collins and the Secret War Against Apartheid, Kapstadt/Oxford 2004.

[46] In Sharpeville hatte die Polizei bei Protesten gegen die von Schwarzen zu führenden Inlandspässe 69 Menschen zumeist durch Schüsse in den Rücken getötet. Der Vorfall führte zu der Einsicht, dass es (vorerst) keinen Weg mehr für friedlichen Protest gebe.

[47] Joe Slovo: The Unfinished Biography, Randburg 1995, S. 149 f.; Bernstein: Memory (Anm. 22), S. 234; Paul S. Landau: The ANC, MK and the ›Turn to Violence‹ (1960–1962), in: South African Historical Journal 64 (2012), H. 3, S. 538–563; Bernard Magubane u. a.: The turn to armed struggle, in: South African Democracy Education Trust (Hg.) (im Folgenden: SADET): The Road to Democracy in South Africa, 6 Bde., Bd. 1: 1960–1970, Kapstadt 2004, S. 53–146.

[48] Ben Turok: Nothing but the Truth. Behind the ANC’s Struggle Politics, Johannesburg 2003, S. 116 ff.

[49] Denis Goldberg: The Mission. A Life for Freedom in South Africa, Johannesburg 2010, S. 120–139; Joel Joffe: The State vs. Nelson Mandela. The Trial that Changed South Africa, Oxford 2007; Kenneth Broun: Saving Nelson Mandela. The Rivonia Trial and the Fate of South Africa, Oxford 2012.

[50] Siehe Hilda Bernstein: The World that was Ours, London 1967.

[51] Christabel Gurney: »A Great Cause«. The Origins of the Anti-Apartheid Movement, June 1959–March 1960, in: Journal of South African Studies 26 (2000), H. 1, S. 123–144, hier S. 133.

[52] Schleicher: Elite (Anm. 35), S. 243; Israel: Political Exile (Anm. 35), S. 96–101. Siehe auch Robin Cohen: Frontiers of Identity. The British and the Others, London/New York 1994, v. a. S. 67–98.

[53] Israel: Political Exile (Anm. 35), S. 89, 117; ders.: The ›strangest of minorities‹: the shifting visibility of South African post-war migration to Britain, in: New Community 22 (1996), H. 3, S. 479–493, hier S. 479.

[54] Arianna Lissoni: Early international Networks of Solidarity with the South African Liberation Struggle, c. 1945–1960, Paper presented at the European Conference on African Studies, Leipzig 4.–7. Juni 2009, S. 14, 16 f.; Padraig O’Malley: Shades of Difference. Mac Maharaj and the Struggle for South Africa, New York u. a. 2007, S. 82, 85; Simon Zukas: Into Exile and Back, Lusaka 2002, S. 102.

[55] Roger Fieldhouse: Anti-Apartheid. A History of the Movement in Britain. A Study in Pressure Group Politics, London 2005; Herbstein: White Lies (Anm. 45).

[56] National Committee Minutes 8. Oktober 1962, MSS AAM 43; Executive Committee Minutes, 19. November 1962, MSS AAM 66, Anti-Apartheid-Movement Archive, Rhodes House, University of Oxford (im Folgenden: AAM Archive).

[57] Siehe Minutes of the Committee Meeting of the World Campaign for the Release of South African Political Prisoners, 6. November 1963; Minutes of the Committee Meeting of the World Campaign, 27. April 1964, MSS AAM 1778; Minutes of the Committee Meeting of the World Campaign, 28. Mai 1964, MSS AAM 177, AAM Archive. Siehe auch Fieldhouse: Anti-Apartheid (Anm. 55), S. 467. Die Mitgliedschaft in der SACP war oftmals ein eher offenes Geheimnis, wie die Kontroversen über Sonia Bunting (siehe Minutes of the Committee Meeting of the World Campaign, 27. April 1964, MSS AAM 1778, AAM Archive), Rica Hodgson (Foot Soldier for Freedom. A Life in the Struggle in South Africa’s liberation movement, Johannesburg 2010, S. 146) oder Vella Pillay zeigten (siehe Executive Minutes, 27. April 1964; 11. Mai 1964, MSS AAM 66, AAM Archive).

[58] Fieldhouse: Anti-Apartheid (Anm. 55), S. 214 ff.

[59] Siehe auch Hilda Bernstein: The Rift. The exile Experience of South Africans, London 1994.

[60] Vladimir Shubin mit Marina Traikova: ›There is no threat from the Eastern Bloc‹, in: SADET: The Road To Democracy (Anm. 47), Bd. 3/2, Pretoria 2008, S. 985–1066; Hans-Georg Schleicher: GDR solidarity: The German Democratic Republic and the South African liberation struggle, ebd., S. 1069–1153.

[61] Siehe Everatt: Origins (Anm. 36), S. 48–71. Zum Antisemitismus der NP-Regierung siehe Shimoni: Jews and Zionism (Anm. 12), S. 206–234; Milton Shain: Antisemitism and the Far Right in South Africa, 1930–1994, in: Murray Baumgarten u. a. (Hg.): Varieties of Antisemitism. History, Ideology Discourse, Newark 2009, S. 277–291.

[62] Roth: The Communist Party in South Africa (Anm. 1), S. 223.

[63] Ebd., S. 16–19.

[64] Siehe Thomas Karis/Gwendolen Carter (Hg.): From Protest to Challenge. A Documentary of African Politics in South Africa, 1882–1964, Bd. 3: Challenge and Violence, 1953–1964, Stanford 1977, S. 64–71, v. a. S. 65.

[65] Lodge: Black Politics (Anm. 18), S. 67–90.

[66] Walter Sisulu: Congress and the Africanists, in: Africa South 3 (1959), H. 4, S. 27–34, hier S. 31.

[67] Maloka: SACP (Anm. 1), S. 25–34; Hugh Macmillan: After Morogo: the Continuing Crisis in the African National Congress (of South Africa) in Zambia, 1969–1971, in: Social Dynamics 35 (2009), H. 2, S. 295–311; ders.: The ›Hani-Memorandum‹ – introduced and annotated, in: Transformation (2009), Nr. 69, S. 106–129.

[68] Siehe Lodge: Black Politics (Anm. 18), S. 303.

[69] SACP: »Der Feind, der die gleiche Hautfarbe hat wie wir«, in: SACP: Dokumente (Anm. 5), S. 548–570, hier S. 570.

[70] Lodge: Black Politics (Anm. 18), S. 304. Nhlanhla Ndebele/Noor Nieftagodien: The Morogoro Conference: A Moment of Self-Reflection, in: SADET: The Road to Democracy (Anm. 47), Bd. 1, S. 573–599, S. 597.

[71] Lissoni: Early international Networks (Anm. 54), S. 14.

[72] Brian Bunting, University of the Western Cape, Mayibuye Archives MCA 6-249, S. 5, 23, 26 f., 28.

[73] Barry Feinberg: Time to Tell. An Activist’s Story, Johannesburg 2009, S. 61; Maloka: SACP (Anm. 1), S. 114 f.

[74] Siehe Filatova/Davidson: Hidden Thread (Anm. 8), S. 258–261; Terry Bell (mit Dumisa Buhle Ntsebeza): Unfinished Business. South Africa, Apartheid and Truth, London 2003.

[75] Ausnahme war der Konflikt um die von südafrikanischen Ex-SACPlern initiierte City of London Anti-Apartheid Group (Fieldhouse: Anti-Apartheid [Anm. 55], S. 218–227).

[76] Filatova: Lasting Legacy (Anm. 1), S. 531–534; Maloka: SACP (Anm. 1), S. 19, 25 f.; Hugh Macmillan: The Lusaka Years. The ANC in Exile in Zambia, Johannesburg 2013, S. 78.

[77] Feinberg: Time (Anm. 73), S. 72 f.; Hodgson: Foot Soldier (Anm. 57), S. 162; Stuart Round: ›Africa Hinterland‹, in: Ken Keable (Hg.): London Recruits. The Secret War Against Apartheid, Pontypool 2012, S. 298–310. Siehe zur Diskussion um die Rolle der SACP im ANC auch Paul S. Landau: Controlled by Communists? (Re)Assessing the ANC in its Exilic Decades, in: South African Historical Journal 67 (2015), H. 2, S. 222–241.

[78] Scott Thomas: The Diplomacy of Liberation. The Foreign Relations of the ANC since 1960 (= International Library of African Studies 2), London/New York 1996, S. 45.

[79] Zur Lage des ANC in den afrikanischen Staaten siehe Macmillan: The Lusaka Years (Anm. 76).

[80] Vladimir Shubin: The ANC. A View from Moscow, Kapstadt 1999, S. 36–48.

[81] Ebd., S. 48 f.; Thomas: Diplomacy (Anm. 78), S. 156 f.

[82] Ebd., S. 151.

[83] Ebd., S. 154.

[84] Shubin: The ANC (Anm. 80), S. 43.

[85] Thomas: Diplomacy (Anm. 78), S. 153 f.; siehe auch: Filatova/Davidson: Hidden Thread (Anm. 8), S. 340–355.

[86] Ebd., S. 153.

[87] Ebd., S. 168; Schleicher: GDR solidarity (Anm. 60).

[88] Maloka: SACP (Anm. 1), S. 83.

[89] Pauline Podbrey: White Girl in Search of the Party, Pietermaritzburg 1993, S. 157–201.

[90] Siehe im zusammenfassenden Überblick: Thomas: Diplomacy (Anm. 78), S. 173–197, oder in Einzelstudien SADET: The Road to Democracy in South Africa (Anm. 47), Bd. 3/1: International Solidarity und Bd. 3/2: International Solidarity, Pretoria 2008.

[91] Dubow: Apartheid (Anm. 3), S. 47 ff., 52 f.; Enuga S. Reddy: The United Nations and the struggle for liberation in South Africa, in: SADET: The Road To Democracy (Anm. 47), Bd. 3/1, S. 41–140.

[92] Ebd., S. 54–65.

[93] Israel: Political Exile (Anm. 35), S. 1, siehe auch ebd., S. 3; ders.: The ›strangest of minorities‹ (Anm. 53).

[94] Ruth Glass: Newcomers. The West Indians in London, London 1960.

[95] Israel: Political Exile (Anm. 35), S. 136.

[96] Siehe exemplarisch Anne-Marie Wolpe, Mayibuye Archive, University of the Western Cape, MCA 7-1722.

[97] Siehe Bernstein: World (Anm. 50), S. 66; Norma Kitson: Where Sixpence Lives, London 1986, S. 129.

[98] Winnie Dadoo, in: Israel: Political Exile (Anm. 35), S. 128; Bernstein: Memory (Anm. 22), S. 368 f.; Joe Slovo an Ruth First, 19. November 1968, Institute for Commonwealth Studies, Senate House, London, Ruth First Papers 117/1/2/4.

[99] Trotz temporärer Kontakte nach China schlugen sich SACP und ANC im chinesisch-sowjetischen Zerwürfnis auf die Seite Moskaus (Thomas: Diplomacy [Anm. 78], S. 161 f.).

[100] Filatova/Davidson: Hidden Thread (Anm. 8), S. 307 f.

[101] Siehe N.N.: Editorial: The International Scene, in: Liberation (November 1956), Nr. 22, S. 1–9; N.N.: Editorial Notes: Czechoslovakia, in: The African Communist (4. Quartal 1968), Nr. 35, S. 5–15; Documents: Czechoslovakia – Statements by the S.A. Communist Party and the African National Congress, ebd., S. 94–97; N.N.: Editorial Notes (The Fight for Poland is a Fight for Peace), in: The African Communist (2. Quartal 1982), Nr. 89, S. 5–13; Central Committe Statements: On Poland, ebd., S. 96 f.

[102] N.N.: Editorial – The International Scene (Anm. 101), S. 2; Sonia Bunting, SAHA AL 2460, The Julie Frederikse Collection, Interviews by Joshua Lazerson, E1; Nelson Mandela: The Spectres of Belsen and Buchenwald, Liberation (1955), Nr. 13, S. 22 ff.; Touissant [Lionel Bernstein]: How Foreign is Communism?, in: The African Communist (April 1960), Nr. 2, S. 16–23.

[103] Siehe Julie Frederikse: The Unbreakable Thread. Non-Racialism in South Africa, London 1990.

[104] N. Numade: Marxism and African Liberation, in: The African Communist, (April 1960), Nr. 2, S. 32–40.

[105] Prepatory Committee, Discussion Guide, März 1969, Ruth First Papers 117/1/17/2/6; Macmillan: The ›Hani-Memorandum‹ (Anm. 67); Filatova: Lasting Legacy (Anm. 1), S. 531, 533; Hudson: The Freedom Charter and the South African Left (Anm. 40), S. 260; Arianna Lissoni: Transformations in the ANC External Mission and Umkhonto we Sizwe, c. 1960–69, in: Journal of Southern African Studies 35 (2009), H. 2, S. 287–302, hier S. 295.

[106] So Joe Slovo in: Frederikse: Unbreakable Thread (Anm. 103), S. 123.

[107]

Siehe die Rede Jacob Zumas zum 60. Jubiläum der Freedom Charter am 27. Juni 2015, www.anceasterncape.org.za/celebration-of-60th-anniversary-of-the-freedom-charter/ (ges. am 18. Dezember 2018).

Kurzbiografie

Abstract

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