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In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Wer war wer in der DDR?

Körzendörfer, Marinka

* 23.12.1953

Geb. in Berlin; 1973 – 77 Studium der Journalistik an der KMU Leipzig; danach Journalistin u. Dokumentaristin bei versch. Ztgn. u. Verlagen; 1983 lesb. Coming-out, Kontakt zu den Gründerinnen der ersten Lesben-Gruppe in der DDR; 1984 Arbeitskrs. Homosexuelle Selbsthilfe – Lesben in der Kirche (»Gethsemane-Lesben«); seitdem aktiv in der Homosexuellenbew., Beteiligung an DDR-weiten Lesbentreffen; 1989 Mitinitiatorin der Tagung Lesben im Umfeld der Kirche; Mitbegr. des Unabhängigen Frauenverb. (UFV).

1990 – 95 Medienverantwortl. des UFV; danach Umschulung, Beschäftigungsmaßnahmen, arbeitslos; 1998/99 Mitarb. der Forschungsstelle der Magnus-Hirschfeld-Ges.; erneut Umschulung, arbeitslos.

Mitwirkende an zahlreichen Dokumentationen über die DDR-Lesbenbewegung, u. a. »Viel zu viel verschwiegen« (Film und Buch, 1996), »Warum wir so gefährlich waren« (Film, 2006).

Christoph Links

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten