In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.
Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.
Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.
Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.
Lenin
Die Spezialistin für russische und sowjetische Geschichte Hélène Carrère d`Encausse geht in ihrem 1998 zuerst auf Französisch erschienenen Buch der Frage nach, wie der Außenseiter Lenin in so kurzer Zeit ein Imperium errichten konnte, das 70 Jahre bestehen sollte. Sie schildert den Revolutionär Lenin im Kontext seiner Zeit, die Herausbildung seiner Ideologie sowie seine politischen Strategien, um Mehrheiten zu gewinnen. Die größte Schwierigkeit sei es gewesen, eine westliche Revolution in einem vormodernen Staat durchsetzen zu wollen, so die Autorin. Sie kommt zu dem Schluss, dass Lenin nach der Stabilisierung seiner Macht ratlos gewesen sei, wie die Revolution weitergehen sollte. Das Buch ist vor allem ein Porträt des Politikers Lenin in der Zeit nach der Oktoberrevolution.
Bibliografische Angabe
Hélène Carrére d` Encausse: Lenin, München/Zürich: Piper Verlag, 1. Aufl. 2000.