x

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Handbuch Deutsche Kommunisten

Merkel, Karl

* 20.1.1903 ✝ 28.7.1937

Geboren am 20. Januar 1903 in Saarbrücken, Sohn eines Eisenbahners; Stahlarbeiter, später Kraftfahrer. Merkel trat 1927 der KPD bei und war vor allem im RFB aktiv, der im Saargebiet nicht verboten war (wie im Reich seit 1929). Als stellvertretender Gauführer des RFB im Saargebiet wurde Merkel nach dem Anschluß an NS-Deutschland 1935 in die KPD-Abschnittsleitung Forbach (Lothringen) aufgenommen. Von August 1935 bis Juni 1936 besuchte er die Internationale Leninschule in Moskau, kam dann über Paris nach Spanien und ging zu den Internationalen Brigaden. Karl Merkel fiel bei den Kämpfen in Brunete am 28. Juli 1937. Sein Sohn Heinz (* 1924) war nach 1968 Bezirksvorsitzender der DKP Saar.

Information

Mehr Hinweise zu den beiden Lexika finden Sie unter Wer war wer in der DDR? und unter Handbuch der Deutschen Kommunisten