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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Wer war wer in der DDR

Berner, Helene

* 13.12.1904 – ✝ 22.12.1992

Geb. in Berlin; Vater Bildhauer u. SPD-Funktionär; 1911 – 19 Volksschule in Berlin; 1919 – 30 Dienstmädchen, Angest., Lehre im Großbuchhandel; ab 1927 Krankenschwester, Orthopädin; 1923 KJVD, 1927 KPD; ab 1927 Mitarb. des M-Apparats der KPD (Industriespionage); 1931 – 35 Ltr. des Orthopäd. Turninst. der Krankenkassen Berlin; 1933 – Juni 1935 illeg. pol. Arbeit, zunächst Kurier im Grenzapparat, dann für den sowj. Geheimdienst GRU (»Leni«, »Lore«); Juni 1935 Emigr. über die ČSR in die UdSSR;…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Bernum, Theodor van (Theo)

* 13.2.1903 – ✝ 31.7.1951

Geboren am 13. Februar 1903 in Rees am Rhein, Sohn eines Arbeiters, der 1905 starb, und einer Zigarrenmacherin. Metallhandwerkslehre, anschließend Bauarbeiter in Duisburg. Seit 1926 im DMV, seit 1931 in der KPD, wurde sofort führender Mitarbeiter im Reichsliteraturvertrieb. Von Oktober 1931 bis Juli 1933 als Facharbeiter in Stalinsk (Sibirien), kehrte er im Juli 1933 zur Parteiarbeit nach Duisburg zurück und wurde im April 1934 Kassierer der illegalen BL Ruhr. Ende 1934 Emigration nach den Niederlanden, dort bis Januar 1937 Instrukteur der Emigrationsleitung, verantwortlich für den Literaturvertrieb nach Deutschland. Ab Januar 1937 in Spanien Angehöriger eines Spezialbataillons der Internationalen Brigaden (Organisierung und Zentralisierung der Kassen). Ab August 1938 in Frankreich Lazarett- und Krankenhausaufenthalt, wurde im Februar 1939 festgenommen und in Südfrankreich interniert. Van Bernum erhielt Anfang April 1939 ein Ausreisevisum für die Sowjetunion, lag bis November 1939 in einem Moskauer Krankenhaus, anschließend Dreher in Woroschilowgrad. Er wurde invalidisiert und nach Mittelasien evakuiert. Ende 1947 kam er in die SBZ, nach Aufenthalt im Erholungsheim Lehrer an der SED-Parteischule in Bad Blankenburg, zuletzt an der Landesverwaltungsschule in Weimar. Theodor van Bernum starb am 31. Juli 1951 in Eisenberg.

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Berthelé, Georg

* 2.8.1877 – ✝ 4.11.1949

Geboren am 2. August 1877 in Berlin als Sohn eines Maschinenbauers; Lehre und Beruf als Schriftsetzer. Berthelé besuchte Kurse der Humboldt-Hochschule und der Arbeiter-Bildungsschule. 1897 wurde er Mitglied der SPD und 1899 der Gewerkschaft. Er war SPD-Abteilungs- und Bezirksführer und hatte im 4. Berliner Wahlkreis zahlreiche Funktionen, u. a. Parteivorstandsmitglied im Wahlkreisverband Berlin-Brandenburg. Ab September 1915 Soldat, kehrte als Schwerkriegsbeschädigter zurück. 1917 trat er zur USPD über und war Distriktleiter im 6. Distrikt Berlin-Brandenburg, bis 1920 Beisitzer im USPD-Zentralvorstand. Ab 9. November 1918 war Berthelé Sekretär von Emil Eichhorn im Berliner Polizeipräsidium, nur mit knapper Not konnte er im Januar 1919 der Erschießung in der Alexanderkaserne entgehen. Mit der linken USPD kam er Ende 1920 zur KPD und gehörte als Beisitzer dem VKPD-Bezirksverband Berlin-Brandenburg an. Er war im Juni 1920 für die USPD in den Deutschen Reichstag gewählt worden. Berthelé zählte zu den USPD-Abgeordneten, die nach der Vereinigung mit der KPD zur VKPD mit Clara Zetkin und Paul Levi eine gemeinsame kommunistische Reichstagsfraktion bildeten. Am 24. Januar 1922 trat er mit Otto Brass, Emil Eichhorn, Heinrich Malzahn u. a. zur Fraktion der KAG über. Anfang November 1922 trennte er sich dann mit Eichhorn, Malzahn und Hermann Reich wieder von der KAG und schloß sich als Hospitant der KPD-Fraktion an. Er wurde 1924 nicht mehr für den Reichstag aufgestellt. Bethelé wirkte im Internationalen Bund der Opfer des Krieges und der Arbeit und war Mitglied des Bundesvorstandes des IB, von 1925 bis 1933 Leiter der Anzeigen-Expedition von kommunistischen Presseorganen. Ab 1933 illegale Arbeit im Rahmen der Roten Hilfe, wurde er am 19. Juli 1935 inhaftiert und schwer mißhandelt. Im Januar 1936 von der Moabiter Strafkammer zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt, blieb er nach der Haftentlassung aus der Strafanstalt Berlin-Tegel unter Polizeiaufsicht. Bis 1945 u. a. als Kassenbote und Kontorist tätig. Im Mai 1945 wurde Berthelé Mitarbeiter der Kartenstelle des Bezirksamtes Berlin-Pankow. Er trat der KPD, bzw. 1946 der SED bei. Georg Berthelé starb am 4.November 1949 in Berlin.

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Bertram, Ernst

* 24.3.1909 – ✝ 28.10.1938

Geboren am 24. März 1909 in Solingen als Sohn eines Fabrikarbeiters; kaufmännische Lehre, Mitglied des KJVD und der KPD. Ab Februar 1929 Leiter der KJVD-BL Niederrhein, auf dem 11. Verbandskongreß des KJVD im September 1929 Wahl in das ZK des KJVD, ab Juli 1930 Mitglied der engeren Reichsleitung und Redakteur der Zeitung »Junge Garde« in Berlin. Im Juli 1931 vom ZK des KJVD nach Moskau delegiert, dort blieb er bis Juli 1932 Sekretär der Delegation des KJVD beim EK der KJI. Danach wegen Zugehörigkeit zur Neumann-Gruppe innerhalb der KJVD-Führung abberufen und als Instrukteur nach Erfurt entsandt, anschließend nach Leverkusen, im Dezember 1932 kehrte Bertram nach Solingen zurück. Anfang 1933 leistete er illegale Arbeit und geriet am 28. Februar 1933 in Leverkusen zeitweilig in »Schutzhaft«. Nach der Freilassung Ende Dezember 1933 aus dem Zuchthaus Lüttringhausen illegal in Hagen und Wuppertal, beteiligt am Wiederaufbau gewerkschaftlicher Betriebsgruppen. Bertram wurde durch einen Zufall im Mai 1935 verhaftet, weil ihn ein Gestapobeamter im D-Zug Berlin-Düsseldorf erkannte. Am 22. November 1935 vom 1. Senat des Volksgerichtshofes in Wuppertal als Hauptangeklagter im sogenannten Wuppertaler »Gewerkschaftsprozeß« zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Obwohl schwer lungenkrank, wurde er im Zuchthaus Münster in der staubigen Mattenflechterei beschäftigt. Ernst Bertram starb am 28. Oktober 1938 im Gefängnislazarett des Zuchthauses Brandenburg-Görden.

Wer war wer in der DDR

Bertz, Paul

* 2.8.1886 – ✝ 19.4.1950

Geb. in Mühlhausen (Thür.); Vater Schuhmacher, Mutter Heimwerkerin; Volksschule; 1900 – 03 Ausbildung zum Werkzeugschlosser; 1903 DMV; 1904 – 06 Wanderschaft durch Dtl. u. Matrose auf versch. Schiffen, dann Werkzeugmacher in Hamburg, 1906 Militärdienst in Metz; 1909 SPD in Hamburg; ab 1910 Werkzeugmacher in Chemnitz, mehrfach entlassen wg. Streikführerschaft; 1912 SPD-Parteischule in Chemnitz; 1914 – 18 Werkzeugmacher in Kiel, dann Rückkehr nach Chemnitz; Spartakusbund, 1919 KPD; 1920 – 22 in…

Wer war wer in der DDR

Besener, Willi

* 2.2.1894 – ✝ 1960

Geb. in Berlin; Ausbildung zum Eisenbahner im Bahnbetriebswerk Berlin, Potsdamer Güterbf., Lokomotivführer; 1918 – 33 Mitarb. der DR, aus pol. Gründen entlassen; Ingenieurschule, 1919 Examen; 1918 Mitgl. der SPD u. Reichsgewerkschaft der Eisenbahner, dort Funktionär; 1933 – 45 Inhaber eines Konstruktionsbüros in Berlin. 1945 Mitbegr. u. Bez.-Ltr. des FDGB; 1945/ 46 SPD/SED; Vizepräs., dann Präs. der Reichsbahndirektion Berlin; 1946 GD der HV, 1948/49 Ltr. der Gen.-Direktion der DR; 19.1. 1949…

Wer war wer in der DDR

Bethge, Heinz

* 15.11.1919 – ✝ 9.5.2001

Geb. in Magdeburg; Vater Tischlermstr.; Abitur als Externer; nach prakt. Tätigkeit Studium an der HS für Angew. Technik Köthen, ab 1941 an der TH Berlin-Charlottenburg; Unterbrechung des Studiums durch RAD u. Wehrmacht; kurzz. Kriegsgefangenschaft. Nach 1945 Wiederaufnahme des Physikstudiums an der MLU Halle, 1949 Dipl., 1954 Prom.; ab 1948 Assistent, ab 1954 Oberassistent u. Lehrbeauftr. am 1. Physikal. Inst. der MLU Halle, 1959 Habil.; 1960 Prof. für Experimentalphysik an der MLU Halle sowie…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Beutling, Theodor

* 22.1.1898 – ✝ 1942

Geboren am 22. Januar 1898 in Odessa, Sohn eines Glasbläsers, der nach Rußland ausgewandert war. Bereits 1898 verließen die Eltern Odessa und übersiedelten nach Graz und später nach Wien. Beutling wurde Glasbläser und Metallarbeiter in Rädnitz bei Crossen bzw. in Berlin. Von 1916 bis 1918 Militärdienst, 1918 Mitglied der USPD, ab 1920 der KPD. In Berliner Metallbetrieben tätig, als Betriebsrat wegen der Organisierung von Streiks 1921 und 1923 gemaßregelt. Das ZK der KPD schickte Beutling 1926 an die Internationale Leninschule nach Moskau. Nach seiner Rückkehr 1928 zunächst Polleiter des UB Berlin-Neukölln und Ende 1928 bis Oktober 1929 Nachfolger von Max Frenzel als Sekretär für Gewerkschaftsfragen der BL Berlin-Brandenburg. Im Mai 1928 zog er als Abgeordneter in den Reichstag ein (Wahlkreis 3 Potsdam II). Doch da er sich während der Wittorf-Affäre 1928 innerhalb der Reichstagsfraktion nicht entschieden genug von den Rechten und Versöhnlern distanzierte, wurde er 1930 nicht wieder aufgestellt. Im Herbst 1929 als Sekretär der BL Berlin-Brandenburg abgesetzt, danach Reichssekretär des Bundes der Freunde der Sowjetunion, bis April 1933 arbeitete er als Angestellter der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin. 1933 emigrierte Beutling in die Sowjetunion, wo er zunächst Mitarbeiter der RGI bzw. bis 1937 Leiter der deutschen Sektion der KUNMS war. Anschließend Redakteur im Verlag für fremdsprachige Literatur. Am 27. Januar 1938 in Moskau vom NKWD festgenommen und während seiner Haft schwer gefoltert und so zu Aussagen gezwungen. Im April 1938 schrieb Wilhelm Pieck an Georgi Dimitroff und setzte sich u. a. für Beutlings Freilassung ein. Obwohl Beutling die erzwungenen Aussagen vor dem Militärgericht im März 1939 widerrief, wurde er weiter im Moskauer Butyrka-Gefängnis festgehalten. Nachdem ihm am 21. April 1941 das Urteil »acht Jahre wg. Teilnahme an einer antisowjetischen Organisation« bekanntgegeben und er in ein Lager in der ASSR der Komi gebracht wurde, wandte er sich verzweifelt am 24. Februar 1941 an die Spezialabteilung des NKWD sowie am 28. Mai 1941 an den Generalstaatsanwalt Wyschinski mit der Bitte um Aufhebung des Urteils und Freilassung oder Ausreise nach Deutschland »auf eigene Gefahr«. Theodor Beutling soll 1942 in Shelesnodoroshny »verstorben« sein. Seine Ehefrau Maria Beutling (*27. 4. 1901 – †2. 4. 1991) hatte sich nach der Verhaftung ihres Mannes geweigert, sich von ihm zu distanzieren. Sie kam im Dezember 1945 in die SBZ und war von 1946 bis 1953 technische Mitarbeiterin des ZK der SED. Auf Antrag seines Sohnes Horst, der im April 1946 nach Deutschland zurückkehren konnte, wurde Theodor Beutling am 19.November 1956 von der SED-ZPKK posthum »rehabilitiert«.

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Beyer, Paul

* 13.6.1890 – ✝ 27.8.1968

Geboren am 13. Juni 1890 in Danzig als Sohn einer Arbeiterfamilie; lernte Former. Von 1914 bis 1918 Soldat im Weltkrieg, Kriegsinvalide. Beyer wurde 1919 Mitglied der USPD, 1921 der KPD, von der er sich 1923 trennte und zur SPD zurückging. Im Juni 1920 war er für die USPD in den Volkstag Danzig gewählt worden, er gehörte 1921 bis 1923 der VKPD-Fraktion an, danach der SPD. Bei Kriegsende 1945 flüchtete Beyer aus Danzig, er lebte zunächst in Gütersloh, ab Juli 1953 in Verl, wo Paul Beyer am 27.August 1968 starb.

Wer war wer in der DDR

Beyer, Hermann

* 30.5.1943

Geb. in Altenburg (Thür.); Vater kfm. Angestellter, 1943 gefallen, Mutter Verkäuferin, Bruder Regisseur  Frank B.; Abitur; NVA; 1963 – 66 Staatl. Schauspielschule Berlin-Schöneweide; 1966 – 69 Engagement am Maxim-Gorki-Theater in Berlin; daneben Philosophiestudium an der HU Berlin; 1969 – 71 Hans-Otto-Theater Potsdam (u. a. als Beckmann in »Draußen vor der Tür« von Wolfgang Borchert); 1971 – 77 u. 1980 – 82 Volksbühne Berlin, Arbeit unter der Regie u. a. von  Benno Besson (u. a. in »Margarete in…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Beyes, Fritz

* 5.11.1901 – ✝ 1.6.1942

Beyes, Fritz (* 1901 – † 1942?) Geboren am 5. November 1901 in Berlin, Sohn eines Molkereibesitzers. Im Lehrerseminar in Kyritz machte er 1922 die Lehrerprüfung, bekam aber keine Anstellung. Zunächst SAJ-, ab 1923 KPD-Mitglied. Mit finanzieller Unterstützung seiner Mutter eröffnete Beyes einen Sportladen in der Berliner Wilhelmstraße, der auch Anlauf- und Treffpunkt der KPD war. Er organisierte Kinder- und Jugendarbeit in Berlin-Lichtenberg. 1925 Volksschullehrer in Berlin-Adlershof und in Berlin-Reinickendorf, nach kurzer Zeit entlassen, machte er 1927 zusätzliche Abschlüsse als Sport- und Turnlehrer. Ab 1925 gehörte er der Bezirksversammlung Berlin-Lichtenberg an, wurde stellvertretender Vorsitzender der Berliner Lehrergewerkschaft und Mitglied der Berliner Lehrerdeputation. Wegen seines politischen Engagements für die KPD ab 1929 endgültiges Berufsverbot. Beyes wurde Mitarbeiter im AM-Apparat, übernahm Kurieraufgaben und war einer der Schutzbegleiter für Ernst Thälmann. Ab Oktober 1930 Lehrer für Deutsch, Musik und Sport an der sowjetischen Botschaftsschule in Berlin-Neukölln. 1933 zeitweise verhaftet (Anklage wegen Verwicklung in einen Polizistenmord), emigrierte Beyes im Sommer 1933 nach Prag, von dort in die Sowjetunion. Hier war er bis August 1935 Lehrer an der Karl-Liebknecht-Schule, dann von der MOPR beauftragt, ein Kinderheim für Schutzbundkinder aus Österreich aufzubauen. Am 2. August 1937 vom NKWD festgenommen, ermordet im Lager Tscherdyn (Gebiet Perm), wo er am 1. Juni 1942 umgekommen sein soll. Seit April 1925 mit Frida Kupke (* 24. 4. 1903 – † 17. 3. 1980) verheiratet, Tochter eines Holzarbeiters und einer Textilarbeiterin. Sie war Lichtpauserin, später Schneiderin. Im Januar 1934 folgte sie ihrem Mann mit den Kindern Volker (* 1926) und Adeline (*1929) in die Sowjetunion. Von 1934 bis 1937 Angestellte bei Mosfilm, dann bis 1941 Schneiderin. 1941 mit den Kindern nach Sibirien verbannt, mußte dort im Bergwerk arbeiten, konnte im Mai 1947 nach Deutschland zurückkehren. 1950/51 Sekretärin bei der VVN, anschließend Sachbearbeiterin beim Außenhandel der DDR.

Wer war wer in der DDR

Bialas, Hans

* 20.6.1911 – ✝ Oktober 19

Geb. in Tworkau (Krs. Ratibor, Oberschles./ Tworkowo, Polen); Vater Maurer, Mutter Zigarrenarb.; Volksschule; 1926 – 33 Drainagearbeiter; 1929 KPD; 1933/34 »Schutzhaft«; 1934/35 arbeitslos; 1935 – 37 Drainagearbeiter; 1937/38 U-Haft wegen Verteilens von Flugblättern; 1938 – 43 Brauereifahrer; 1943 – 45 Wehrmacht; 1945 sowj. Kriegsgefangenschaft, Dolmetscher. Nov. 1945 Rückkehr nach Dtl., Einstellung bei der Kripo Berlin; 1946 SED; 1950 Einstellung beim MfS, Abt. U-Haft (ab 1952 Abt. XIV); 1951…

Wer war wer in der DDR

Bernhardt, Karl-Heinz

* 24.12.1935

Geb. in Zwickau; Vater Lehrer; 1942 – 53 Volks- u. Oberschule, Abitur in Auerbach/ Vogtland; 1953 SED; 1953 – 57 Studium der Meteorol. an der KMU Leipzig; 1957 – 61 Aspirant u. 1961 – 69 Oberassistent am Geophysikal. Inst. der KMU; 1962 Prom., 1967 Habil.; 1969 Doz. u. 1970 – 94 ord. Prof. für Meteorol. an der HU Berlin; 1969 – 90 Ltr. des Bereiches Meteorol. u. Geophysik der Sektion Physik der HU, 1981 – 90 Ltr. von Projekten zur Physik der atmosphär. Grenzschicht im Rahmen der Kommission der…

Wer war wer in der DDR

Bersarin, Nikolai Erastowitsch

* 19.3.1904 – ✝ 16.6.1945

Geb. in St. Petersburg; Vater Arbeiter; Ausbildung zum Buchbinder; ab 1918 Berufssoldat; Teiln. am Bürgerkrieg; 1926 KPdSU; Besuch von Militär-FS u. der Militärakad.; ab 1935 Rgt.-, ab 1938 Div.- u. ab 1941 Armeekdr.; ab Mai 1944 Oberbefehlshaber der 5. Stoßarmee; 1945 Gen.-Oberst; im Frühj. 1945 leitete er die Eroberung des Berliner Regierungsviertels; 1945 Held der Sowjetunion; ab 24.4.1945 erster Stadtkommandant u. Garnisonschef der sowj. Truppen in Berlin; gest. bei einem Verkehrsunfall;…

Wer war wer in der DDR

Berthold, Arno

* 12.3.1908 – ✝ 29.2.1984

Geb. in Weißig (Krs. Dresden); Vater Arbeiter; Volksschule; Ausbildung zum Tischler, Ingenieur- u. Mstr.-Schule; 1925 DHV, 1928 SPD; 1921 – 33 2. Vors. der SPD-Ortsgr. Weißig; ab 1933 illeg. Arbeit, Mitgl. der Gr. »Rev. Kommunisten«, März 1937 verhaftet u. Verurteilung zu vier Jahren Zuchthaus, bis 1941 im Zuchthaus Zwickau inhaftiert. Mai – Juli 1945 Bürgermstr. der Gemeinde Weißig; KPD; Aug./Sept. 1945 stellv. Landrat in Weißig, Okt. Eintritt in die Polizei, 1945/46 Kaderltr. der Landespolizei…

Wer war wer in der DDR

Bertram, Axel

* 26.3.1936

Geb. in Dresden; Vater Graphologe u. Kaufm.; Grund- u. Oberschule; 1954 / 55 Lehre als techn. Zeichner; 1955 – 60 Studium an der HS für angew. Kunst Berlin-Weißensee (u. a. bei  Werner Klemke,  Arno Mohr, Ernst Vogenauer,  Klaus Wittkugel), Dipl.-Grafiker; 1960 – 72 freischaff., u. a. Mitbegr. des Berliner Grafikerkollektivs »Gruppe 4«; 1972 / 73 Oberass., ab 1973 Doz., ab 1977 Prof. u. bis 1982 auch Fachgebietsltr. für Gebrauchsgrafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; 1961 VBK, ab 1970…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Bertz, Paul

* 2.8.1886 – ✝ 19.4.1950

Geboren am 2. August 1886 in Mühlhausen/ Thüringen als Sohn eines Schuhmachers; lernte Werkzeugschlosser, 1902 Mitglied des DMV. Nach der Militärzeit ging er 1909 auf Wanderschaft und trat 1910 der SPD bei. Er ließ sich in Chemnitz nieder, wo er dem Spartakusbund und der KPD seit ihrer Gründung angehörte. Delegierter des Vereinigungsparteitages 1920 und des VII. Parteitags. In Chemnitz stand Bertz, der von 1922 bis 1924 Polleiter des UB Chemnitz war, auf dem linken Flügel der Partei. Seit Dezember 1924 KPD-Abgeordneter im Sächsischen Landtag, im Dezember 1924 (und erneut 1928) auch in den Reichstag gewählt. 1924 Orgleiter des Bezirks Erzgebirge-Vogtland, dann vorübergehend Polleiter in diesem Bezirk. Auf dem X. Parteitag der KPD (Juli 1925) Mitglied der Politischen Kommission und zum Kandidaten des ZK berufen. Delegierter des Erweiterten EKKI und der Orgkonferenz des EKKI in Moskau 1925. Ab August 1925 in der Gewerkschaftsabteilung des ZK, dort Leiter der Industriegruppe Textil. Der XII. Parteitag 1929 wählte Bertz als Kandidat ins ZK, er gehörte zur sogenannten Chemnitzer Richtung, die in den Jahren 1926/28 eine linke Opposition betrieb. Nach der Kursschwenkung 1928/29 trat er rasch in den Vordergrund. Doch wurde er schon 1930 zusammen mit Paul Merker wegen »linker Abweichung« angegriffen und deshalb 1930 nicht mehr in den Reichstag gewählt. 1931/32 leitete er die Betriebsräteabteilung im RGO-Reichskomitee. Im Dezember 1932 wurde Bertz wegen Auseinandersetzungen mit Fritz Schulte über die Taktik bei den kommenden Betriebsrätewahlen als hauptamtlicher RGO-Angestellter entlassen. Dann erwerbslos, bis ihn das ZK im Februar 1933 als Instrukteur nach Bayern schickte. Im Frühjahr 1933 Polleiter der KPD Hamburg, Anfang Dezember Oberberater im Westen (Ruhrgebiet, Nieder- und Mittelrhein) sowie ab Mai 1934 Oberberater im Bezirk Berlin-Brandenburg. Im Oktober 1934 emigrierte Bertz, er leitete von der Schweiz aus die Grenzarbeit für die KPD-Bezirke in Süddeutschland. Ab 1935 gehörte er dem Sekretariat des ZK in Frankreich an. 1936 übernahm er als Johann die AL West der illegalen KPD (vom Ausland her) und war dann Oberberater in Amsterdam. Bertz nahm 1935 am VII. Weltkongreß der Komintern teil und wurde auf den Parteikonferenzen der Emigrations-KPD 1935 und 1939 ins ZK gewählt. Bis Kriegsausbruch blieb er Sekretär des ZK in Paris, wurde 1939 dort interniert, konnte aber 1940 in die Schweiz fliehen. Bertz hatte sich 1939 gegen den Stalin-Hitler-Pakt ausgesprochen und übte deshalb offiziell keine Funktion mehr aus. Trotzdem spielte er in der KPD-Emigration in der Schweiz eine führende Rolle und stand in engem Kontakt mit Noel H. Field. 1945 nach Berlin zurückgekehrt, wurde er stellvertretender Chef der Deutschen Zentralverwaltung für Justiz. Da er die Vereinigung mit der SPD ablehnte und die Politik der KPD bzw. der SED nicht billigte, erhielt er 1946 (obwohl SED-Mitglied) keine hauptamtliche Parteifunktion. Er war 1948/49 stellvertretender Abteilungsleiter im Zentralauschuß für Sozialhilfe von Ost-Berlin, ab Mai 1949 Direktor der Kommunal-Wirtschaftlichen Unternehmung Chemnitz. Paul Bertz verübte am 19. April 1950 Selbstmord. Kurz nach seinem Tode (am 24. August 1950) veröffentlicht das ZK der SED eine Erklärung zur Verbindung ehemaliger Emigranten mit Noel Field. Darin wurde Bertz (gemeinsam mit Willi Kreikemeyer, Lex Ende, Leo Bauer u.a.) beschuldigt, ein »Agent« gewesen zu sein.Bernd-Rainer Barth

Handbuch Deutsche Kommunisten

Besser, Erich

* 27.2.1890 – ✝ 5.4.1972

Geboren am 27. Februar 1890 in Aschersleben, Sohn eines Kürschnermeisters. Nach dem Besuch der Mittelschule Gärtner. 1910 Mitglied der SPD und des Deutschen Transportarbeiterverbandes. 1912 Militärdienst, anschließend Soldat im Weltkrieg. 1919 führender Funktionär der USPD in Bernburg, trat er Ende 1920 mit der linken USPD zur KPD über. 1924 in den Landtag von Anhalt gewählt, übernahm er die Orgleitung des Bezirks Magdeburg-Anhalt. Delegierter des IX. und X. Parteitages, auf dem X. Parteitag 1925 in die Politische Kommission gewählt. Besser war 1925 Anhänger der Ultralinken und nach dem »Offenen Brief« aktiver Anhänger der linken Opposition und einer der wenigen, die auf der I. Parteikonferenz im Oktober 1925 gegen den Ausschluß Werner Scholems aus dem ZK protestierten. Ende 1925 als Orgleiter abgesetzt; er solidarisierte sich 1926 mit der russischen Opposition. 1927 aus der KPD ausgeschlossen, blieb aber bis 1928 im Landtag von Anhalt. Nachdem er 1928 vor dem ZK kapitulierte, wurde er wieder in die Partei aufgenommen und 1928 sowie 1932 erneut Abgeordneter des Landtags von Anhalt. Anfang April 1933 verhaftet, saß er bis 1935 in »Schutzhaft«. Nach seiner Freilassung eröffnete Besser ein Kolonialwarengeschäft. Er wurde 1944 erneut inhaftiert, weil er zur kommunistischen Widerstandsgruppe Martin Schwantes Verbindung hatte. Besser wurde im Juni 1945 Leiter des KPD-UB Dessau und im Sommer 1945 berief ihn die SMA Sachsen-Anhalt zum 1. Vizepräsidenten der Bezirksverwaltung Dessau. Ab 1946 Vorsitzender des SED-Bezirksvorstands Dessau und von 1946 bis 1950 Abgeordneter des Landtages von Sachsen-Anhalt. Seit 1947 Mitglied des Sekretariats des LV Sachsen-Anhalt, 1949 Vorsitzender der LPKK Sachsen-Anhalt. Aufgrund der Denunziation eines einstigen Genossen wurde Besser am 13. Juli 1950 durch sowjetische Militärorgane verhaftet. Er hatte während der Nazizeit Mitgenossen erklärt, daß er Trotzki Stalin vorziehe, zugleich seine Ablehnung der Moskauer Prozesse bekundet und 1939 den Stalin-Hitler-Pakt kritisiert. Das Militärtribunal der SMA verurteilte Besser am 29. Dezember 1950 in Halle zu 25 Jahren Arbeits- und Besserungslager. Auf dem III. Parteitag 1950 erwähnte Wilhelm Pieck eine Reihe von »Trotzkisten«, die inzwischen »entlarvt« seien, unter diesen Wolfgang Leonhard und »Erich Besser, der sich in den Vorsitz der Landespartei-Kontrollkommission eingeschlichen« hatte. Besser kam in den Gulag, im Oktober 1955 konnte er in die DDR zurückkehren. In einem Gespräch mit der ZPKK wegen seiner Wiederaufnahme in die SED blieb Besser bei seinem ablehnenden Standpunkt zu den Moskauer Prozessen und zum Pakt. Doch 1965 verlieh ihm der Staatsrat den VVO in Silber. Besser lebte als Parteiveteran in Bernburg, seine strafrechtliche Rehabilitierung durch die Russische Förderation erfolgte erst am 14. August 1996. Erich Besser war am 5. April 1972 gestorben.

Wer war wer in der DDR

Bethke, Arthur

* 29.7.1934

Geb. in Resehl (Krs. Naugard, Pomm./Reszel, Polen); Vater Bauer, Mutter Hausfrau; Grund- u. OS, Sonderreifeprüfung an der ABF Greifswald; 1955 SED; 1957 – 62 Studium der Nordistik an der EMAU Greifswald; 1967 Prom. mit der Diss. »Die Gestaltung des Landproletariats, insbes. der ?statare?, in Romanen Ivar Lo-Johanssons«; 1971 Doz. für Kulturpolitik Nordeuropas an der Sektion Nordeuropawiss. der EMAU; 1977 Habil. mit der Arbeit »Kultur u. Klassenkampf in Schweden«, anschl. Berufung zum ord. Prof.…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Beuttel, Wilhelm

* 10.8.1900 – ✝ 27.7.1944

Geboren am 10. August 1900 in Durlach/Baden als Sohn eines Lederarbeiters und einer Tabakarbeiterin; lernte das Schneiderhandwerk. Er trat 1917 in die USPD ein und ging mit deren linkem Flügel 1920 zur KPD. Von 1921 bis 1923 Leiter des Bezirks Hessen der kommunistischen Jugend. 1929 Orgleiter des Bezirks Hessen-Kassel. 1929 kam Beuttel auf die Leninschule nach Moskau, von der er 1931 zurückkehrte und Orgleiter des Bezirks Hessen-Frankfurt wurde. Er gehörte bis 1933 als Abgeordneter dem Hessischen Landtag an. 1933 für die KPD in Hessen illegal tätig, übernahm er Anfang 1934 die Leitung der Roten Hilfe in Berlin. Im Herbst 1934 mußte er flüchten, arbeitete in der Emigration für die KPD und leitete bis 1938 in Paris die Schulung der Partei. 1942 kehrte Beuttel zur illegalen Arbeit nach Deutschland zurück, er gehörte zur Widerstandsgruppe Knöchel. Nachdem Willi Seng, Alfred Kowalke und Wilhem Knöchel bereits verhaftet waren und ausgesagt hatten, konnte die Gestapo im Januar 1943 auch Beuttel festnehmen. Wilhelm Beuttel wurde zum Tode verurteilt und am 27. Juli 1944 hingerichtet. In seinem letzten Brief an seine Frau hatte er geschrieben: »Dieser Brief ist das letzte Lebenszeichen und Liebeszeichen von mir. Heute, am 27.Juli, 15 Uhr, wird mein Kopf, der so viele liebe Gedanken für Dich barg, in den Sand rollen. ... Aber ich schrieb Dir schon im letzten Brief, daß gegen Verrat noch kein Kraut gewachsen ist.«

Wer war wer in der DDR

Beyer, Alfred

* 24.12.1885 – ✝ 9.10.1961

Geb. in Woldenberg (Ostbrandenb./Dobigniew, Polen); Gymnasium in Stade; Med.-Studium in Göttingen, Jena u. Kiel, hier 1912 Prom.; Assistenzarzt am Hygiene-Inst. u. an der Univ.-Kinderklinik in Kiel; 1914 – 18 Militärdienst, Truppenarzt; ab 1919 im Preuß. Min. des Innern, zunächst als wiss. Hilfsarb., 1920 Reg.-Rat, 1922 Oberreg.-Rat, 1925 Ministerialrat u. Mitgl. des Landesgesundheitsrats, plante u. org. die 1921 in Preußen eingeführte ärztl. Gewerbeaufsicht; SPD; 1933 entlassen. 1946 – 48…

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Beyer, Karin

* 30.7.1941

Geb. in Halberstadt; aktive Schwimmerin 1955 – 65; begann bei BSG Motor Halle, danach BSG Chemie Buna-Schkopau, 1956 – 61 KJS Halle; 1957 – 61 SC Wiss. bzw. SC Chemie Halle (Trainerin Erika Kaufmann); 1961 – 65 SC Rotation Leipzig (Trainer Max Reihe); zweimal EM-Teilnahme: 1958 4 x 100 m Lagen (4. Pl.), 1962 200 m Brust (6. Pl.), viermal WR: 1958 100 m Brust (1:20,3 u. 1:19,6 min), 1961 100 m Brust (1:19,2 min) u. 200 m Brust (2:48,0 min); DDR-Mstr. 100 m Brust (1961, 1962), 200 m Brust (1959,…

Wer war wer in der DDR

Beyling, Fritz

* 4.1.1909 – ✝ 9.2.1963

Geb. in Burgörner (b. Hettstedt, Krs. Mansfeld); Vater Bergarbeiter; Volks- u. Mittelschule; 1923 Freie Soz. Jugend, dann KJVD; 1925 – 27 Landarbeiter u. Angest. im Saalkrs.; 1927 Jugendsekr. des KJVD Halle-Merseburg; KPD; 1928 Mitarb., später Red. der KPD-Ztg. »Klassenkampf«; 1928 PHS des ZK der KPD; 1928 – 30 Mitarb. in der Landesltg. der Roten Sportbew.; 1930/31 Chefred. der Ztg. »Tribüne« (Magdeburg), 1931/32 Red. des »Kämpfers« (Chemnitz), 1932/33 Chefred. der »Arbeiterstimme« (Dresden);…

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Bialek, Robert

* 23.6.1915 – ✝ 4.2.1956

Geb. in Breslau (Wrocław, Polen); Vater Arbeiter; Mittelschule; Ausbildung zum Kfm.; 1929 SAJ, 1933 KJVD; KPD (O); ab 1933 illeg. pol. Arbeit; 1935 Verhaftung; Verurteilung zu fünf Jahren Haft, danach »Schutzhaft«; ab 1943 illeg. in Breslau. 1945 nach Sachsen, dort Bez.-Jugendsekr. der KPD, Landesjugendltr. Sachsen, 1. Vors. der FDJ in Sachsen, Mitgl. des FDJ-ZR; 1946 – 48 Abg. im Sächs. Landtag; 1946/47 Sekr. der SED-LL; 1947/48 PHS; danach in der DVdI HA-Ltr. für pol. Schulung im Rang eines…

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Bernstein, Rudolf

* 29.2.1896 – ✝ 6.10.1977

Geb. in einer dt.-jüd. Fam. in Berlin; Vater Posamentenmacher, Mutter Kleinhändlerin u. Zuschneiderin; 1902 – 06 jüd. Knabenschule in Berlin, 1906 – 12 Gymnasium, danach Handelsschule Berlin; Ausbildung zum Kfm.; 1908 – 12 Wandervogel scharz-rot-gold; 1915 – 18 Militärdienst, Infanterist an der Ostfront, nach Verbrüderung mit russ. Soldaten Strafversetzung an die Westfront; Okt. 1918 desertiert; Nov. 1918 Teiln. an den Straßenkämpfen in Berlin; 1918/19 Angest. der Handelsges. Dt. Apotheken, aus…

Wer war wer in der DDR

Bertag, Christa

* 16.12.1942

Geb. in Sondershausen-Jecha; Vater Porzellandreher, Mutter Montiererin; Grund- u. Oberschule; 1957 FDJ; 1961 Abitur (ABF), 1961 / 62 Arbeiterin im VEB ECK Bitterfeld, Chemiefacharb.; 1962 – 67 Studium an der THC Leuna-Merseburg, Dipl.-Chemikerin; 1965 SED; 1967 – 69 Chemikerin im VEB Leuna-Werke »Walter-Ulbricht«; 1970 – 73 Sektorenltr. Wissenschaftsorg. / EDV, 1973 / 74 Gruppenltr. Konsumgüterprod. im VEB Leuna-Werke »Walter-Ulbricht«; 1971 – 74 Mitgl. der FDJ-BL Halle; 1974 – 77 Studium an der…

Wer war wer in der DDR

Berthold, Lothar

* 30.8.1926 – ✝ 12.9.2007

Geb. in Hindenburg (Oberschles./Zabrze, Polen); Vater Zollbeamter; Abitur; 1943/44 Luftwaffenhelfer, 1944 RAD, 1944/45 Wehrmacht, Uffz. 1946 KPD/SED, 1946 – 50 Studium der Fächer Geschichte u. Dt. an der Univ. Jena, 1. Lehrerprüfung, 1950 – 52 Assistent an der PHS, 1952 – 62 dort Doz.; 1960 Ernennung zum Prof.; 1955 Prom. mit einer Arbeit über die KPD 1930; 1962 – 68 Ltr. der Abt. Geschichte der dt. Arbeiterbew. am IML, 1962 – 64 stellv. Dir. des IML, 1962 – 68 Chefred. der Ztschr. »Beiträge zur…

Wer war wer in der DDR

Bertram, Hans

* 16.7.1915 – ✝ 22.12.1992

Geb. in Wachau (b. Leipzig); Vater Arbeiter; Volks- u. Handelsschule in Leipzig; 1930 – 33 SAJ u. ZdA; 1932 – 34 Lehre als kaufm. Angest., anschl. in diesem Beruf tätig; Wehrmacht; Kriegsgef. 1945 / 46 Monteur u. Schaltwärter im Umspannwerk Großenhain; 1945 FDGB, 1946 LDPD; 1946 – 50 1. Vors. des LDPD-KV Großenhain; Stadtrat u. 1946 / 47 stellv. Bürgermeister von Großenhain; 1947 FDJ; 1947 – 50 Kreisrat u. stellv. Landrat des Krs. Großenhain; 1948 Lehrgang an der Landesverwaltungsschule Sachsen,…

Wer war wer in der DDR

Beschnitt, Eberhard

* 9.11.1933

Geb. in Chemnitz; Vater Schlosser; 1940 – 48 Grundschule; 1948 – 50 Lehre als Werkzeugmaschinenschlosser bei der Fa. Niles in Chemnitz; 1951 – 53 Abitur an der ABF Chemnitz; 1953 – 59 Stud. der Textilmaschinenbaukonstruktion an der TH Karl-Marx-Stadt, Dipl.-Ingenieur; 1958 – 60 1. Sekr. der FDJ-GO an der TH Karl-Marx-Stadt; 1960 – 65 Ass., Konstrukteur, Abt.-Ltr. u. Chefkonstrukteur im VEB Webstuhlbau Karl-Marx-Stadt; 1965 – 70 Abt.-Ltr., dann Techn. Dir. in der VVB Textilmaschinenbau…

Wer war wer in der DDR

Besson, Benno

* 4.11.1922 – ✝ 23.2.2006

Geb. in Yverdon (Schweiz); Vater Lehrer; 1942 Schauspielunterricht in Lyon; 1942 – 46 Studium der Romanistik u. Anglistik in Zürich u. Neuenburg (Schweiz); seit 1943 Regiemitarb. am Schauspielhaus Zürich. 1947 – 49 Übersetzer einer Schweizer Presseagentur; 1947 Bekanntschaft mit  Bertolt Brecht; 1948/49 Schauspielunterricht u. Engagement am Théâtre Jean-Marie-Serreau in Paris; 1949 – 58 Schauspieler, Regieassistent u. Regisseur am Berliner Ensemble (BE), Inszenierungen u. a.: 1954 »Don Juan« von…

Wer war wer in der DDR

Bettin, Karl

* 7.4.1930

Geb. in Bernsdorf / Oberlausitz; Vater Arbeiter; Volks- u. Mittelschule; Lehre u. Arbeit als Maschinenbauer, 1948 – 52 Teilkonstrukteur bzw. Wärmetechniker bei der SAG Schwarzheide, im VEB Glas-Keramik Kamenz u. im VEB Mitteglas Cottbus; 1952 / 53 Betriebsing. im VEB Glaswerk Berlin-Friedrichshain; 1953/54 Oberreferent bei der VVB Glas Weißwasser; 1954 Brennstoffbeauftragter in der SPK beim Rat des Bez. Cottbus; 1954 – 61 stellv. Ltr. bzw. Abt.-Ltr. Örtl. Wirtschaft bzw. Industrie im Rat des…

Wer war wer in der DDR

Bewilogua, Ludwig

* 28.8.1906 – ✝ 26.7.1983

Geb. in Helbigsdorf (b. Freiberg); Vater Pfarrer; 1913 – 17 Volksschule, anschl. Gymnasium in Freiberg, 1925 Abitur; 1925 – 27 Studium der Math. an der Univ. Tübingen, 1927 –30 Studium der Physik an der Univ. Leipzig, dort 1930 Prom. mit der Arbeit »Interferometrische Messung an einzelnen Molekülen der Chlorsubstitutionsprodukte des Methans« bei Peter Debye; 1932 – 33 Ass. von Arnold Eucken am Inst. für Physikal. Chemie der Univ. Göttingen; 1933 – 37 Ass. von P. Debye am Physikal. Inst. der…

Wer war wer in der DDR

Beyer, Frank

* 26.5.1932 – ✝ 1.10.2006

Geb. in Nobitz (b. Altenburg, Thür.); Vater kfm. Angest., Mutter Verkäuferin; 1950 Abitur; SED; 1950/51 Krs.-Sekr. des KB in Altenburg; 1951/52 Dramaturgie- u. Regieassistent am Krs.-Theater Crimmitschau/Glauchau; ab Nov. 1952 Studium an der Fak. für Regie der Film-HS in Prag; 1955 unter  Kurt Maetzig (Regie/Drehbuch),  Willi Bredel u.  Michael Tschesno-Hell (bd. Drehbuch) als Praktikant an der Prod. des Films »Ernst Thälmann – Führer seiner Kl.« beteiligt, Regieassistent bei der Verfilmung von…

Wer war wer in der DDR

Beyer, Udo

* 9.8.1955

Geb. in Stalinstadt (später Eisenhüttenstadt); Schwester Gisela (Diskuswerferin), Brüder Hans-Georg u. Peter (Handballer); 1968 Handballspieler; 1968 BSG Stahl Eisenhüttenstadt (Trainer: Ingo Schlieter); 1969 KJS, Abitur; aktiver Leichtathlet (Kugelstoßen); Studium an der HS für Bauwesen; NVA, Offz.; Studium an der PH Potsdam, Dipl.-Sportlehrer; Vorwärts Frankfurt u. ASK Potsdam (Trainer: Fritz Kühl u. Lothar Hillebrand), 1973 Junioren-EM, 1973/74 fünfmal Junioren-ER, fünfmal Teiln. an…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Beyling, Fritz

* 4.1.1909 – ✝ 9.2.1963

Geboren am 4. Januar 1909 in Hettstedt/Krs. Mansfeld als Sohn eines Bergarbeiters; Mittelschule, danach Land- und Bergarbeiter bzw. Angestellter der Krankenkasse in Halle. 1923 wurde Beyling Mitglied des KJVD, Anfang 1927 Sekretär der KJVD-BL Halle-Merseburg, im gleichen Jahr Mitglied der KPD. Von 1928 bis 1930 zunächst Volontär, später Redakteur der KPD-Zeitung »Klassenkampf« in Halle. 1930/31 war Beyling Chefredakteur der »Tribüne« in Magdeburg, im Sommer 1931 politischer Redakteur der KPD-Zeitung »Kämpfer« in Chemnitz und im Frühjahr 1932 Chefredakteur der Zeitung »Arbeiterstimme« in Dresden. Ab Ende Januar 1933 arbeitete Beyling illegal in Dresden und Leipzig. Zusammen mit Karl Raddatz, Fritz Selbmann u. a. gab er die illegale Zeitung »Rote Sturmfahne« heraus. Im Juni 1933 wurde er in Magdeburg verhaftet und im September 1934 zu zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Nach seiner Haftentlassung Lagerarbeiter bzw. Angestellter in einer Seifenfabrik in Dresden. 1942 zum Strafbataillon 999 eingezogen, kam er von April 1943 bis September 1946 in französische Kriegsgefangenschaft in Algerien. Im Herbst 1946 Rückkehr nach Deutschland und Mitglied der SED. Redakteur, ab Mai 1948 Chefredakteur der SED-Zeitung »Freiheit« in Halle, seit 1948 1. Vorsitzender des VVN-LV Sachsen-Anhalt. 1951 wurde er Generalsekretär der VVN und führte Ende 1952 Anfang 1953 alle Weisungen des ZK der SED zur Auflösung der VVN bedingungslos aus, er spielte eine unrühmliche Rolle bei der Ausschaltung jüdischer Mitglieder im Zentralvorstand der VVN. Er war im April 1953 Gründungsmitglied des Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer, von April 1953 bis Frühjahr 1958 Leiter des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, von 1958 bis 1963 1. Vorsitzender des Sekretariats des DSF-Zentralvorstandes. Er erhielt 1959 den VVO in Silber. Fritz Beyling starb am 9.Februar 1963.Bernd-Rainer Barth

Wer war wer in der DDR

Bick, Wilhelm (Willi)

* 1.12.1903 – ✝ 13.7.1980

Geb. in Essen; Vater Arbeiter; 1919 Ausbildung zum Kfm. beim Kohlensäurewerk Essen; 1921 – 23 Angest. bei der Konsumgenossensch. Essen, entlassen; Hilfsarbeitertätigkeit im Stein- u. Marmorwerk Essen; seit 1925 Funktionär in der Arbeitersportbew.; 1926 KPD; 1927 – 31 Hauptbuchhalter u. 2. Geschäftsf. im KPD-Verlag »Ruhr-Echo« (Essen), Mitgl. der KPD-BL; 1930 mit einer Delegation fünf Wochen in der UdSSR; 1932 – 34 Geschäftsf. im KPD-Verlag »Arbeiter-Ztg.« (Saarbrücken); 1933 – 35 illeg. pol.…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Bernstein, Rudolf

* 29.2.1896 – ✝ 6.10.1977

Geboren am 29. Februar 1896 in Berlin, Sohn eines Schneidermeisters. Nach Gymnasium und kaufmännischer Lehre Angestellter der Handelsgesellschaft Deutscher Apotheken. Ab 1915 Soldat im Ersten Weltkrieg, wurde Bernstein 1919 USPD-Mitglied und trat 1920 in die KPD ein. Ab Mai 1925 Leiter der Peuvag und Mitarbeiter der Geschäftsabteilung des ZK sowie Geschäftsführer des Bürohauses Vulkan. Von 1925 bis 1933 Abgeordneter der Bezirksversammlung Berlin-Mitte, Vorsitzender der KPD-Fraktion und unbesoldeter Stadtrat. Im Februar 1933 festgenommen, kam er in das KZ Sonnenburg, trat als Zeuge im Reichstagsbrandprozeß auf und wurde Ende 1933 aus dem KZ entlassen. Er emigrierte im Juni 1934 in die Sowjetunion, Umbruchredakteur und Redaktionssekretär an der »Deutschen Zentral-Zeitung« in Moskau. Bernstein reiste im Auftrag der OMS in verschiedene westeuropäische Länder, ab 1943 Mitarbeiter des EKKI der IRH, dann Mitarbeiter der PHV der Roten Armee (Hauptmann). Im Januar 1945 Kursant eines Lehrgangs für Politoffiziere in Moskau, ab April 1945 Einsatz an der 3. Ukrainischen Front; anschließend Mitarbeiter der Redaktion der »Arbeiterzeitung« in Wien. Im April 1947 Rückkehr nach Deutschland, wurde Leiter der Verwaltung der Wirtschaftsbetriebe/Parteibetriebe im ZS der SED. 1950 übernahm er die Leitung des VEB Progress-Filmverleih und war von 1955 bis 1958 Direktor des Staatlichen Filmarchivs der DDR. Rudolf Bernstein starb am 4.Oktober 1977 in Ost-Berlin.Bernd-Rainer Barth

Wer war wer in der DDR

Berthel, Kurt Hermann

* 9.7.1897 – ✝ 18.1.1960

Geb. in Gera; aufgew. in Chemnitz, Vater Maschinenspinner, Mutter Heimarbeiterin; 1904 – 12 Volksschule in Chemnitz; 1912 – 15 Zimmererlehre in Chemnitz, anschl. Wanderschaft über versch. Baustellen in Dtl.; 1915 – 17 Zentralverb. der Zimmerer; 1916 – 20 SPD; 1918 / 19 Militärdienst in Wittenberg; 1919 – 30 bei versch. Firmen in Dortmund u. Chemnitz; 1920 KPD, 1923 RFB, organisierte die Proletar. Hundertschaften im UB Chemnitz; 1924 RH u. IAH, Mitgl. der Unterbezirksltg. Chemnitz; RGO; 1927 – 33…

Wer war wer in der DDR

Berthold, Rolf

* 4.8.1938

Geb. in Chemnitz in einer Arbeiterfamilie; 1956 Abitur an der ABF II in Halle; 1956 – 61 Studium am Inst. für Internat. Beziehungen in Peking; 1958 SED; 1961/62 Mitarb. der DASR Potsdam, ab Febr. 1962 Mitarb. des MfAA, 1962 – 64 Referent bzw. Oberreferent in der Abt. Ferner Osten, 1964/65 III. u. 1965/ 66 II. Sekr. an der DDR-Botschaft in Peking; 1966 – 70 u. 1974 – 76 Ltr. der Sektion China der Abt. Ferner Osten des MfAA, 1971 – 74 Rat u. stellv. Ltr. der DDR-Botschaft in der DR Vietnam; 1976 –…

Wer war wer in der DDR

Bertsch, Heinrich

* 11.1.1897 – ✝ 19.3.1981

Geb. in Rosenfeld (Württ.); Chemiestudium an der TH Stuttgart, 1923 Dr.-Ing.; 1922/23 Chemiker in der Dt. DEGRAS AG Dres- den, 1923 – 40 zunächst Chemiker, dann auch Vorstand bei Böhme Fettchemie Chemnitz, 1940 – 45 Vorstand bei Henkel & Cie. Düsseldorf. 1946 – 48 Ltr. der Volkseigenen Chemie-Industrie im Land Sachsen; 1948 – 54 Ltr. der HV Chemie in der DWK bzw. im entsprechenden Min. der DDR-Reg., zul. im Staatssekr. für Chemie, Steine, Erden in Berlin; seit 1950 zugl. Prof. für chem. Technol.…

Wer war wer in der DDR

Besenbruch, Walter

* 25.12.1907 – ✝ 23.6.2003

Geb. in Wuppertal-Barmen; Vater Bandwirker; 1914 – 28 Grundschule u. Realgymnasium mit Abitur; 1929 – 32 Studium der Geschichte u. Philos. in Berlin u. Kiel, Abbruch des Studiums aus Geldmangel; 1930 KPD; ab 1932 wiederholte Verhaftungen u. Gefängnisstrafen; 1935 wegen antifasch. Aktivitäten Verurteilung zu einer Haftstrafe von 12 Jahren, Zuchthaus Hamburg-Fuhlsbüttel, anschl. KZ Moorlager Emsland. 1945 – 47 Polizeipräs. von Merseburg; 1948 wiss. Aspirantur an der MLU Halle; 1949/50…

Wer war wer in der DDR

Beste, Niklot

* 30.6.1901 – ✝ 24.5.1987

Geb. in Ilow (Krs. Wismar); Gymnasium in Doberan; 1920 – 25 Studium der Theol. u. Geschichte in Marburg, Innsbruck, Breslau, Rostock, 1924 Prom. zum Dr. phil.; 1925 1. Theolog. Examen; 1925/26 Besuch des Predigerseminars in Schwerin; 1927 – 32 Vikar u. Pastor in Benthen (b. Lübz); 1929 2. Theolog. Examen; 1932 Pastor in Schwerin, Mitgl. der Jungreformator. Bew.; 1933 – 45 Pastor in Neubukow, Ltr. des Pfarrernotbunds in Mecklenb. u. ab 1934 Vors. des Mecklenb. Landesbruderrats, ab 1936 Mitgl. des…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Betz, Adolf

* 11.5.1897 – ✝ 9.8.1970

Geboren am 11. Mai 1897 in Pirmasens; Zuschneider in einer Schuhfabrik. 1919 Mitbegründer der KPD-Ortsgruppe Pirmasens. Seit 1921 Mitglied der BL Pfalz und Vorsitzender der Ortsgruppe Pirmasens. Betz gehörte mit der Mehrheit der BL zu den Ultralinken, dann zur Weddinger Opposition, im September 1926 Mitunterzeichner des oppositionellen »Briefes der 700«. Er wurde als Vertreter der Weddinger Opposition der Pfalz vom XI. Parteitag 1927 in die Politische Kommission und dann ins ZK gewählt. Auf der ZK-Tagung am 8./9. Dezember 1927 trennte sich Betz, der sich schon auf dem XI. Parteitag von seiner Fraktion entfernt hatte, offiziell von der Opposition und ging zur Thälmann-Mehrheit über. 1929 nicht mehr ins ZK gewählt, war er von 1929 bis 1933 Angestellter beim Neuen Deutschen Verlag, Zweigstelle Essen. Von Februar bis November 1933 in »Schutzhaft« in Duisburg, anschließend arbeitslos, von 1935 bis 1940 lebte er als selbständiger Schuhwarenhändler in Essen, danach bis 1945 Angestellter der Firma Krupp in Essen. Betz kehrte im Oktober 1945 nach Pirmasens zurück, wurde Leiter der Feststellungsbehörde. Betz war Kreisvorsitzender der KPD und Mitglied der BL Pfalz, von 1946 bis 1948 Stadtrats- und Kreistagsmitglied, 1946/47 Dritter Bürgermeister in Pirmasens und dann von 1947 bis 1959 dort Verwaltungsangestellter, von 1946 bis 1951 Abgeordneter im Landtag von Rheinland-Pfalz. Adolf Betz starb am 9. August 1970 in Pirmasens.

Wer war wer in der DDR

Bey, Hannelore

* 6.11.1941

Geb. in Leipzig; 1956 – 61 Studium an der  Palucca-Schule Dresden, 1965/66 Zusatzstudium an der Waganowa Akad. Leningrad; 1961 – 65 Staatstheater Dresden, 1966 Tanztheaterensemble der Komischen Oper Berlin, 1969 Primaballerina; 1973 NP; 1981 VVO; 1983 – 91 Mitgl. der AdK; 1987 Ehrenmitgl. der Komischen Oper Berlin; Auslandsgastspiele u. a. in der UdSSR, in Ägypten, Frankreich, Finnland, Norwegen, Jugosl., Rumänien, Kuba; Preisträgerin nat. u. internat. Ballettwettbewerbe; sechs Kritikerpreise…

Wer war wer in der DDR

Beyer, Hans

* 6.10.1905 – ✝ 1.2.1971

Geb. in Berlin; Vater Tischler, Mutter Kindergärtnerin; 1925 Abitur; danach Studium der Chemie, Physik u. Mathematik an der Friedrich-Wilhelms-Univ. Berlin, 1930 Dipl., 1932 Prom.; 1933 NSDAP u. SA; 1932 – 39 Assistent u. Aspirant am Chem. Inst. der Berliner Univ.; 1939 dort Habil. u. anschl. Doz. für organ. Chemie; ab 1939 Militärdienst, Oltn., Teiln. an der Schlacht bei Stalingrad, 1943 – 46 sowjet. Kriegsgefangenschaft, dort Antifa-Umschulung, NKFD. 1946 Rückkehr in die SBZ, zentrale ostdt.…

Wer war wer in der DDR

Beyer, Wolf-Dieter

* 18.12.1938

Geb. in Halle; Vater Lehrer; 1956 Abitur; 1957 – 63 Maschinenbaustudium an der TH Magdeburg, Dipl.; 1964 – 68 PKW-Entwicklungsing. im Bereich theoret. u. angew. Mechanik im VEB Bremsenwerk Limbach-Oberfrohna, 1968 – 72 Techn. Ltr. der PGH Fahrzeugdienst Limbach-Oberfrohna, nach deren Verstaatlichung zum VEB Bremsbelag dort von 1972 – 81 Betriebsdir.; 1983 – 90 selbständiger Maschinenbauer in Limbach-Oberfrohna; 1989 Gründungsmitgl. des DA-BV Karl-Marx-Stadt, Bezirkssprecher u. Vors. des DA der…

Wer war wer in der DDR

Beyreuther, Wolfgang

* 16.6.1928 – ✝ 1.2.2012

Geb. in Böhlitz-Ehrenberg (b. Leipzig); Vater Arbeiter; Volksschule; 1942 – 44 Ausbildung zum Maschinenschlosser, 1945 – 48 im Beruf tätig. 1945 FDGB, Jugendvertrauensmann in einem Leipziger Metallbetrieb; 1946 SPD/SED; seit 1948 hauptamtl. Funktionen im FDGB, 1947 – 51 Mitgl. des Ortsvorst. Leipzig der IG Metall, 1953 – 56 Mitgl. u. Sekr. des ZV der IG Metall; 1956 – 59 Studium an der PHS der KPdSU in Moskau, Dipl.-Ges.-Wiss.; 1959 – Dez. 1989 Mitgl. des FDGB-BV, 1959 – 77 seines Präs. u.…

Wer war wer in der DDR

Bickhardt, Peter

* 13.6.1933

Geb. in Dresden; Vater prakt. Arzt; Kreuzschule in Dresden, 1951 Abitur; 1951 – 55 Studium der Theol. in Leipzig, Mitgl. der ESG, deren Bibelstunden zeitw. durch Übergriffe der Polizei u. der FDJ gestört wurden; 17.6.1953 Teiln. an der Demonstration in Leipzig; 1956 Arbeit in einem Industriefotolabor, u. a. Fotoarbeit auf den Hochöfen im Eisenhüttenkombinat Ost in Stalinstadt; 1957 Vikariat, Predigerseminar, anschl. bis 1969 Pfarrer in Dresden-Niedersedlitz, dann bis 1977 in Dresden-Prieschen;…