DDR von A-Z, Band 1954

Kulturbund zur Demokratischen Erneuerung Deutschlands (1954)

 

 

Siehe auch:


 

„Der K. ist die Organisation der Intelligenz. Er hat die Aufgabe, alle Angehörigen der Intelligenzberufe zu vereinigen“ (3. Bundeskongreß 1951). Der K. wurde im Juli 1945 auf Initiative der SMAD als überparteilich getarnte, interzonale Organisation der „Kulturschaffenden“ gegründet. Seit den im Westen ausgesprochenen Verboten (zuerst im amerikanischen und englischen Sektor von Berlin 1949) bemüht er sich um die Herbeiführung „gesamtdeutscher Gespräche“ von Intellektuellen, die unter dem Deckmantel rein geistiger Auseinandersetzungen auf die Propagierung sowjetdeutscher Thesen zielen. — Die dem K angegliederten Fachverbände der Schriftsteller, bildenden Künstler und Musiker wurden am 1. 4. 1952 selbständig gemacht, damit sie „auf der Grundlage der Selbständigkeit besser ihre fachlich schöpferischen Aufgaben im Kampf um die Erfüllung des Fünfjahrplanes, für die Einheit Deutschlands und für den Frieden erfüllen“ können („Neues Deutschland“ vom 28. 2. 1952). Präsident: Minister für Kultur Johannes R. ➝Becher. Der K. ist Eigentümer des Aufbau-Verlages.

 

Literaturangaben

  • Friedrich, Gerd: Der Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands (Rote Weißbücher 8). Köln 1952, Kiepenheuer und Witsch. 143 S.

 

Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 89


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.