DDR von A-Z, Band 1954

Nachtsanatorium (1954)

 

 

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979


 

Von einem oder mehreren Betrieben gemeinsam unterhaltene Krankenstation zur Behandlung und Überwachung von ambulant kranken oder genesenden Betriebsangehörigen. Die N. wurden errichtet, um nach sowjetzonalen Begriffen bedingt arbeitsfähige Kranke möglichst schnell wieder in den Produktionsprozeß einzugliedern. Die Behandlung (Massagen, Bäder, Bestrahlungen usw.) erfolgt nach Arbeitsschluß bzw. nachts im N., wo der Patient auch zu übernachten hat. Mit der Errichtung der N. ist die totale, lückenlose Überwachung der Arbeiter auch im Krankheitsfalle sichergestellt. (Gesundheitswesen)

 

Literaturangaben

  • Weiss, Wilhelm: Das Gesundheitswesen in der sowjetischen Besatzungszone. 2., erw. Aufl. 1952. 130 S. m. 14 Anlagen.

 

Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 112


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.