Benjamin, Hilde, geb. Lange (1958)
Siehe auch:
- Benjamin, Hilde, geb. Lange, Dr. jur.: 1969
* 5. 2. 1902 in Bernburg/Saale, Tochter eines kaufm. Angestellten. Gymnasium, Jura-Studium, Dr. jur. h. c. seit 1952. Heiratete den Arzt Dr. Benjamin, der 1942 im KZ Mauthausen ums Leben kam. Rechtsanwältin in Berlin-Wedding. Seit 1924 Mitglied der KPD. 1933 Berufsverbot, arbeitete während der NS-Zeit in einem Verlag und in der Konfektion. 1945 von der SMAD als Oberstaatsanwältin in Berlin-Lichterfelde eingesetzt, 1947 Leiterin der Personalabteilung in der Deutschen Zentralverwaltung für Justiz. Organisierte die Säuberungsaktionen und förderte die Heranbildung von Volksrichtern und Volksstaatsanwälten. 1949 Studienreise in die SU; seit 7. 12. 1949 Vizepräsidentin des Obersten Gerichts der SBZ, nach dem Sturz Fechners am 15. 7. 1953 Justizminister. Seit 7. 10. 1949 Abgeordnete der Volkskammer, seit 6. 4. 1954 Mitglied des ZK der SED. Die B. leitete die meisten Schauprozesse und war wegen ihrer grausamen Urteile gefürchtet. Sie ist auch als Minister wegen ihres Fanatismus verhaßt und gefürchtet.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 49
Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1958 wider.
Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.
Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/benjamin-hilde verwiesen.
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