DDR von A-Z, Band 1958

Differenzierung (1958)

 

 

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966


 

Beim Ablieferungsverfahren in der Landwirtschaft (Ablieferungspflicht) die Veranlagung des Einzelbetriebes durch eine spezielle D.-Kommission in der Gemeinde, die eine gewisse Abwandlung der Ablieferungsnormen nach oben bzw. unten vornehmen kann. Die für den Zonenbereich vom Staatssekretariat für Erfassung und Aufkauf zentral erstellten Normen werden auf dem Verteilerweg über Bezirke, Kreise und Gemeinden schließlich für die Einzelbetriebe aufgeschlüsselt. Grundsatz hierbei ist, daß das geplante Abgabesoll für jede Verwaltungsebene unabänderlich ist. Damit sind der Tätigkeit der D.-Kommission von vornherein enge Grenzen gesetzt, weil Ermäßigungen bei einem Betrieb des Dorfes durch entsprechende Erhöhungen bei einem anderen ausgeglichen werden müssen. Da bei der D. auch ideologische Zwecke verfolgt werden können, erweist sie sich als wirksames Mittel des Klassenkampfes auf dem Dorfe.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 76


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.