Sekretariat des ZK der SED (1958)
Siehe auch:
„Das Zentralkomitee wählt … zur Leitung der laufenden Arbeit, hauptsächlich zur Organisierung der Kontrolle der Durchführung der Parteibeschlüsse und zur Auslese der Kader, das Sekretariat.“ (Statut der SED im: „Protokoll des IV. Parteitages der SED“, Dietz-Verlag, Berlin 1954, S. 1129.) Mitgl. des S.: Ulbricht (1. Sekretär) Neumann (verantw. f. Organisations- und Kaderfragen), Honecker, Mückenberger (verantw. f. Landwirtschaft), (sämtlich gleichfalls im Politbüro), Norden (verantw. f. Presse und Agitation), Hager (verantw. f. Wissenschaft und Hochschulen), Grüneberg, Fröhlich (zuständig f. die Verbindung des S. mit den SED-Bezirksleitungen), Verner. (Stand: 6. 2. 1958)
Bis zu Stalins Tod baute Ulbricht als 1. Sekretär die Machtbefugnisse des S. ständig weiter aus und drängte den Einfluß des Politbüros immer weiter zurück. Im Juni 1953 wurde die Zahl der Sekretäre wesentlich verringert und das Politbüro wieder zum obersten Führungsorgan der Partei. Dennoch beschränkt sich die Tätigkeit des S. nach wie vor nicht auf parteiinterne Angelegenheiten. Neben der Anleitung des Parteiapparates beschäftigt sich das S. auch mit der Arbeit der Massenorganisationen und des Staatsapparates.
Literaturangaben
- Chronologische Materialien zur Geschichte der SED 1945 bis 1956. Berlin 1956, Informationsbüro West. 637 S.
- Stern, Carola: Porträt einer bolschewistischen Partei — Entwicklung, Funktion und Situation der SED. Köln 1957, Verlag für Politik und Wirtschaft. 372 S.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 277