DDR von A-Z, Band 1959

Ausfallzeiten (1959)

 

 

Siehe auch die Jahre 1958 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985


 

[S. 37]Die Arbeitszeitverluste sind ein ernstes Problem der sowjetzonalen Wirtschaft. Sie sind seit 1951 im Ansteigen. Ihre Ursachen sind sehr verschiedenartig. Es werden vermeidbare und unvermeidbare A. unterschieden. Als vermeidbare Arbeitszeitverluste gelten A. a) durch politische Beanspruchung, soweit sie 10 Stunden pro Produktionsarbeiter im Jahr übersteigen, b) durch Krankheit, sofern sie über 4 v. H. der Kalenderarbeitszeit liegen (Krankenstand), c) durch Stillstands- und Wartezeiten, d) durch sonstiges Fehlen. Der Rest gilt als unvermeidbare A., darunter A. durch Urlaub, Krankheit, sofern sie unter 4 v. H. der Kalenderarbeitszeit liegt, sowie durch Kurzarbeit. Etwa die Hälfte der A. beruht auf Krankheit. Einen recht wesentlichen Anteil an den A. haben auch die Stillstands- und Wartezeiten, die durch schlechte Arbeitsorganisation, durch Mangel an Rohstoffen oder Reparatur überalterter Maschinen entstehen. (Seifert-Methode)


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1959: S. 37


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.