DDR von A-Z, Band 1962

Ackermann, Anton (1962)

 

 

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966


 

* 25. 12. 1905 in Thalheim (Erzgeb., richtiger Name: Eugen Hanisch, Strumpfwirker. 1919 Freie Sozialistische Jugend, 1926 KPD, verschiedene Parteifunktionen, 1932 Mitarbeiter der Deutschland-Abteilung der Komintern. 1933 Leiter der illegalen KP-Organisation für Groß-Berlin; seit Oktober 1935 Mitglied des ZK und Politbüros der KPD. 1936/37 Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg, anschließend in der SU. Leitete im Kriege als Mitglied des Nationalkomitees Freies Deutschland den Moskauer Sender „Freies Deutschland“ 1945 Rückkehr nach Deutschland. 1946 Mitgl. des Zentralsekretariats der SED, 1950 Mitglied des ZK der SED sowie Kandidat des Politbüros. Im Oktober 1949 Staatssekretär im Außenministerium.

 

Von 1946 bis zu seiner Selbstkritik 1948 vertrat A. die Theorie vom „besonderen deutschen Weg zum Sozialismus“ (Sonderwege zum Sozialismus).

 

Wegen Unterstützung der „parteifeindlichen Fraktion Zaisser-Herrnstadt wurde A. im Sommer 1953 seiner Ämter enthoben, erhielt am 23. 1. 54 vom ZK der SED eine „strenge Rüge“ und wurde aus diesem Gremium ausgeschlossen. Im Zuge der Entstalinisierung 1956 wieder rehabilitiert.

 

Von 1954 bis 1958 Leiter der Hauptverwaltung Film im Ministerium f. Kultur; seit 19. 2. 58 Mitgl. der Staatl. ➝Plankommission, jetzt deren stellv. Vors. und Leiter der Abt. Kultur und Volksbildung, Gesundheit.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 11


 

Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1962 wider.

Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.

 

Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/ackermann-anton verwiesen.


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.