DDR von A-Z, Band 1962

Landtechnik (1962)

 

 

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985


 

Die L. der SBZ ist in Forschung, Lehre, Entwicklung und Fabrikation ausgerichtet auf die [S. 250]„sozialistische Großproduktion“ der Landwirtschaft. Nach Auflösung des KTL-Ost (Ende 1949) und der nachfolgenden Zentrale für L. wurde 1952 in Potsdam-Bornim das Institut für L. der Deutschen ➝Akademie der Landwirtschaftswissenschaften gegründet; es besitzt etwa 50 wissenschaftliche Mitarbeiter (Gesamtbelegschaft 350) und befaßt sich vor allem mit Forschung, Maschinenprüfung und Ausarbeitung von „Maschinensystemen“ für die Außen- und Innenwirtschaft. An den Universitäten Berlin, Jena und Rostock sowie an der TH Dresden befinden sich Landtechnische Institute, ferner an der Hochschule für LPG in Meißen. In Berlin-Wartenberg, in Friesack (Kr. Nauen) und in Nordhausen (Harz) bestehen Ingenieurschulen für L.; für die Ausbildung an Großmaschinen gibt es Spezialschulen in Groß-Raschütz (Kr. Großenhain), in Schlieben (Kr. Herzberg) in Frankenhausen (Kyffh.) und in Güstrow-Bockhorst.

 

Im Ministerium für Landwirtschaft, Erfassung und Forstwirtschaft arbeitet eine „Abteilung Mechanisierung“. Als landtechnische Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis wird die monatlich erscheinende „Deutsche Agrartechnik“ von der Kammer der Technik herausgegeben (1961: 11. Jahrgang). Die theoretischen Vorstellungen vom Einsatz der modernen Technik konnten, was die Bereitstellung der dazu nach Eignung und Stückzahl erforderlichen Schlepper, Maschinen und Geräte angeht, durch die Landmaschinenindustrie, trotz zusätzlicher erheblicher Importe, bisher nicht realisiert werden.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 249–250


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.