Ausländerstudium (1965)
Siehe auch die Jahre 1963 1966 1969 1975 1979 1985
Grundlage des A. sind die kulturellen Abmachungen mit kommunistischen Staaten und Entwicklungsländern. Das Gros der Studenten aus den Entwicklungsländern, vor allem den afrikanischen Ländern, kommt auf der Grundlage des Austauschprogramms der Internationalen Studenten-Union in die SBZ. Ausländische Studierende, die die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen, müssen an einem 10monatigen Sprachkursus am „Institut für Ausländerstudium“ an der Karl-Marx-Universität Leipzig teilnehmen. Sie werden in Studienheimen untergebracht, in denen sie mit anderen ausländischen Studenten und einem deutschen „Betreuer“ ein Zimmer teilen müssen. Sie erhalten Stipendien, die höher liegen als die durchschnittlichen Sätze für die inländischen. Die Zahl der ausländischen Studierenden wird auf 2.500 geschätzt. Auf Betreiben sowjetzonaler Funktionäre entstanden Organisationen ausländischer Studenten, u.a. die „Union des Etudiants Africains en DDR“ und die „Vereinigung der Irakischen Studenten“, die ihre Mitglieder im Sinne des Regimes beeinflussen sollen.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 42
| Ausgleichsanspruch | A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z | Auslandsdeutschtum |