Eisler, Gerhart (1965)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1966
* 20. 2. 1887 in Leipzig als Sohn eines Philosophie-Professors. Bruder des Komponisten Hanns ➝Eisler. Im 1. Weltkrieg österr. Offizier. Nach Kriegsende kommun. Journalist in Deutschland. 1928 rebellierte E. gegen die Gruppe Thälmann, Ulbricht, wofür er am 18. 2. 1951 in der „Täglichen Rundschau“ Abbitte leisten mußte. 1930/31 pol. Sekretär des Fernöstlichen Büros der Roten Gewerkschaftsinternationale (PROFINTERN) in Shanghai, 1936 in Spanien, von 1939 bis 1940 in Frankreich interniert, dann in Mexiko, anschließend in den USA. Wegen illegaler Arbeit zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Floh im Sommer 1949 in die SBZ. Von 1949 bis zur Auflösung am 1. 1. 1951 Leiter des Amtes für ➝Information.
1952 Leiter des Amtes für Demoskopie im Ministerium für Kultur, seit 18. 10. 1956 Stellv. des Vors. und seit 29. 3. 1962 Vors. des Staatlichen ➝Rundfunkkomitees. Von der Universität Leipzig 1949 zum Prof. ernannt.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 110
Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1965 wider.
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Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/eisler-gerhart verwiesen.
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