DDR von A-Z, Band 1966

Fühmann, Franz (1966)

 

 

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965


 

* 15. 1. 1922 im Riesengebirge als Sohn eines Apothekers, Volks- u. Oberschule, RAD, Wehrmacht, sowj. Kriegsgefangenschaft, Antifalager, seit 1949 in Berlin als Schriftsteller tätig. NDPD, hauptamtl. Mitarbeiter im Parteivorst. der NDPD, Mitgl. der Deutschen ➝Akademie der Künste. 1957 Nationalpreis. Seine Poeme („Die Fahrt nach Stalingrad“, 1953) und Erzählungen („Kameraden“, 1955; „Stürzende Schatten“, 1959) verraten Talent, wirken aber durch die aus dem Antifalager mitgebrachte Sowjetideologie verkrampft. F. trat 1965 aus Protest gegen den schärferen kulturpolitischen Kurs der SED aus dem Deutschen ➝Schriftstellerverband aus.

 

Literaturangaben

  • Balluseck, Lothar von: Dichter im Dienst — der sozialistische Realismus in der deutschen Literatur. 2., erw. Aufl., Wiesbaden 1963, Limes-Verlag. 288 S. m. zahlr. Abb.
  • Reich-Ranicki, Marcel: Deutsche Literatur in Ost und West — Prosa seit 1945. München 1963, Piper. 498 S.

 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 156


 

Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider.

Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.

 

Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/fuehmann-franz verwiesen.


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.