Jugendring, Deutscher (1966)
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Pfingsten 1954 in Ostberlin gegründet als „Gesamtdeutsches Jugend-Forum“. Vors.: Nationalpreisträger Schriftsteller Stephan ➝Hermlin (Ostberlin) und Walter Michalski (Bundesrepublik), Geschäftsführung: Berlin W 8, Französische Straße 18. Geschäftsführer Herbert Schulze. — In der SBZ gehören dem DJR an: FDJ, Deutscher Sportausschuß (DSA), Jugend-Rot-Kreuz, Gewerkschaftsjugend (FDGB). Da Jugendverbände in der Bundesrepublik sich vom DJR nicht ansprechen ließen, gründete er Tarngruppen (Tarnorganisationen), wie: Ausschuß gegen Rekrutierung u.ä., meist von Mitgliedern der verbotenen FDJ aufgezogen.
Aufgaben des DJR: Gesamtdeutsche Jugendveranstaltungen, wie Oster- und Pfingsttreffen, Touristenlager, Jugendkongresse (gegen Atombewaffnung u.ä.) und Foren („Haus der Begegnung“) sowie Einladungen von Jugenddelegationen der Bundesrepublik in die SBZ. Der DJR benutzt sehr stark die Parole des Friedens.
So hielt er am 25. 6. 1961 in Dresden eine „Gesamtdeutsche Jugendberatung für Abschluß eines Friedensvertrages“ ab. In der BRD arbeitet im Sinne des DJR die „Deutsche Jugendgemeinschaft“ (geleitet von Erich Rossmann), die Jugendorganisation des „Bundes der Deutschen“. Weisungen und Gelder erhält der DJR vom Amt für ➝Jugendfragen. Der DJR gibt die „Junge Begegnung“ heraus.
Literaturangaben
- Herz, Hanns-Peter: Freie Deutsche Jugend. 2., erw. Aufl., München 1965, Juventa-Verlag. 159 S.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 227
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