DDR von A-Z, Band 1966

Landtechnik (1966)

 

 

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985


 

Die L. ist in Forschung, Lehre, Entwicklung und Fabrikation ausgerichtet auf die „Schaffung der materiell-technischen Basis der sozialistischen Landwirtschaft“ mit dem Ziele der Einführung „industriemäßiger Produktionsmethoden“. Seit 1952 besteht in Potsdam-Bornim das Institut für L. der Deutschen ➝Akademie der Landwirtschaftswissenschaften. Die Universitäten Berlin, Leipzig, Dresden, Halle, Jena und Rostock sowie die Hochschule für LPG in Meißen und die Hochschule für Landwirtschaft in Bernburg verfügen über landtechnische Institute; ferner gibt es in Leipzig ein Institut für Landmaschinen- und Traktorenbau. Neben 3 Ingenieurschulen für L. (Berlin-Wartenberg; Friesack; Nordhausen) bestehen auf Bezirksebene 4 Spezialschulen für L. Als landtechnische Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis wird die monatlich erscheinende „Deutsche Agrartechnik“ von der Kammer der Technik herausgegeben (1964: 14. Jahrgang). — Der Landmaschinenbau, von Ulbricht auf dem VIII. Deutschen Bauernkongreß (1964) wegen des „Rückstandes im wissenschaftlich-technischen Niveau“ mit großer Schärfe gerügt, konnte der Forderung, geeignete Maschinensysteme zu produzieren, bisher weder konstruktiv und qualitativ noch mengenmäßig gerecht werden. Die wichtigsten der 12 Produktionsstätten, die zentral durch die VVB Landmaschinen- und Traktorenbau (neuer Generaldirektor seit 1. 3. 1964: Dipl. Ing. oec. Günter Fischer) geleitet werden, sind: VEB Schlepperwerk Nordhausen (früher Normag), VEB Traktorenwerk Schönebeck (früher Famo), VEB Bodenbearbeitungsgeräte Leipzig (früher Rud. Sack), VEB Weimar-Werk (früher Waggonbau Weimar), VEB Fortschritt Erntebergungsmaschinen, Neustadt (früher Klinger), VEB [S. 275]Landmaschinenbau Bernburg (früher Siedersleben). — Bestand an Ackerschleppern Anfang 1965: 117.700 (BRD: 1.107.000), an Mähdreschern 13.800 (BRD: 107.000).


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 274–275


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.