DDR von A-Z, Band 1966

Produktionsmittelprimat (1966)

 

 

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965


 

Begriff der marxistischen Wirtschaftslehre, der den absoluten Vorrang der Produktionsmittelherstellung (Grundstoffe, Produktionsgüter und Investitionsgüter) ausdrückt. Das vorrangige Wachstum der „Abteilung I“ (Produktionsmittel) vor der „Abteilung II“ (Konsumgüter) gilt als „Voraussetzung für die sozialistische erweiterte Reproduktion“. Bisher wurden genaue Angaben über den tatsächlichen Anteil der Produktionsmittelerzeugung an der Industrieproduktion nicht bekanntgegeben. Wahrscheinlich entfallen von der Industrieproduktion der Zone zwei Drittel auf Produktionsgüter, das heißt sehr viel mehr als in der BRD. Auf das P. ist letztlich der niedrige Lebensstandard zurückzuführen.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 372


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.