Wissenschaftlich-technische Zentren (1966)
Siehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979
Seit Anfang 1964 bei den Vereinigungen Volkseigener Betriebe bestehende Institutionen, mit deren Hilfe die VVB eine „allseitige Entwicklung und Einführung des wissenschaftl.-techn. Fortschritts“ in dem betreffenden Industriezweig erreichen soll. Aufgaben: Analyse des technischen Standes der Erzeugnisse in dem Industriezweig oder der Erzeugnisgruppe; Ermittlung der Entwicklungstendenz des technischen Standes im internationalen Maßstab; Ausarbeitung von Grundkonzeptionen für die Entwicklung der Erzeugnisse usw.
Die Leitung der WTZ. hat der Generaldirektor der VVB. Zu seiner unmittelbaren Beratung wird beim WTZ. ein Wissenschaftlicher Beirat gebildet, dem Vertreter auch anderer Institutionen angehören: Vertreter des entsprechenden „Zentralen Arbeitskreises“ des Deutschen Forschungsrates, die Direktoren der für den Industriezweig arbeitenden Institute der Hochschulen und Akademien, die Leiter der Forschungs- und Entwicklungsstellen der Betriebe des Industriezweiges. Der „Wissenschaftliche Beirat“ soll auch die Planung und Durchsetzung des technischen Höchststandes in den angeschlossenen Betrieben beeinflussen. — Die Funktionen der WTZ. können auch an andere Einrich[S. 545]tungen übertragen werden, an Industriezweiginstitute, zentrale Konstruktions- und Projektierungsbüros des Industriezweiges usw.
Die Tätigkeit der WTZ. läuft erst an. Es wird einige Jahre dauern, bis positive Ergebnisse vorliegen können. Überschneidungen der Zuständigkeiten der WTZ mit denen der „zentralen Arbeitskreise“ des Forschungsrates werden bereits gemeldet (wissenschaftl.-techn. ➝Forschung)
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 544–545
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