Aktiv (1969)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985
1. Kleine, aus Funktionären und Aktivisten bestehende Gruppe, zu der auch Angehörige der technischen Intelligenz treten können, zur Lösung bestimmter Aufgaben in Kollektivarbeit (Kollektiv). Technische A. werden gebildet vor allem zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und Senkung des Materialverbrauchs (Materialwirtschaft, Bauaktiv, Gewerkschaftsaktiv, Parteiaktiv).
2. Die Ständigen Kommissionen bilden A. für einzelne Gebiete ihres Verantwortungsbereichs. Nach der Formulierung des aufgehobenen § 18 des Gesetzes über die örtlichen Organe der Staatsmacht vom 17. 1. 1957 (GBl. I, S. 65) sollten sie die ständigen Kommissionen bei der Durchführung ihrer Aufgaben unterstützen. Zu den A. gehören auch die A. für Sicherheit und Ordnung, die zeitweilig und örtlich versucht hatten, bei der Erziehung der Bevölkerung zur Staatsdisziplin eine Rollo zu spielen. Sehr bald wurde aber erklärt, daß das nicht ihre Aufgabe sei.
3. Ausgewählte Mitgl. der Produktionskomitees in den volkseigenen Großbetrieben bilden ökonomische Aktivs zur Beratung politischer, technischer und ökonomischer Probleme der Betriebe mit dem Betriebsdirektor. Mitgl. der ökonomischen A. sind Vertreter der „gesellschaftlichen Organisationen“ im Betrieb (SED, FDGB, FDJ usw.), ferner Ingenieure, Techniker, Meister und Facharbeiter. Die Betriebsdirektoren haben die Vorschläge der Ökonom. A. zu beachten.
4. In den LPG, in denen es keine Mitglieder oder Kandidaten der SED gibt, sollen „fortschrittliche Genossenschaftsbauern“ in LPG-Aktivs zusammengefaßt werden. Diese A. sind eine Ersatz- und Vorform der Grundorganisation der SED. „Jedoch ist die politische Wirksamkeit der Mehrheit dieser A. noch gering“ (Bericht des ZK der SED an den VI. Parteitag).
Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 21
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