DDR von A-Z, Band 1969

Feiertage (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985


 

Die Zahl der durch Art. 16 der Verfassung geschützten F. ist anläßlich der Einführung der fünftägigen Arbeitswoche im Jahre 1967 (Arbeitszeit) vermindert worden; geschützt sind noch 1. Januar, Karfreitag, Ostersonntag, 1. Mai (im Pj. „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen“), Pfingstsonntag und -montag, 7. Oktober („Tag der Republik“), 25. und 26. Dezember. Zu Werktagen wurden Ostermontag, Himmelfahrt und Bußtag, ferner der „Tag der Befreiung“ [S. 202](8. Mai). An den drei genannten kirchlichen F. sowie an Fronleichnam und am Reformationstag soll den Werktätigen zum Besuch des Gottesdienstes auf Wunsch unbezahlte Freizeit gewährt werden. (In der Osterwoche und in der Pfingstwoche sind die Samstage zum Ausgleich für Karfreitag und Pfingstmontag volle Arbeitstage.) „Staatsfeiertage“ sind der 1. Mai und der 1. Oktober.

 

Im übrigen wurden 1967 offiziell, vor allem durch Schulfeiern, als Gedenktage begangen: am 1. 3. der „Tag der Nationalen Volksarmee“, am 8. 3. der „Internationale Frauentag“, am 21. 4. der „Vereinigungsparteitag“, am 24. 4. der „Internationale Tag der Jugend gegen Kolonialismus und für friedliche Koexistenz“, am 8. 5. der „Tag der Befreiung“, am 10. 5. der „Tag des freien Buches“, am 1. 6. der „Internationale Tag des Kindes“, am 11. 6. der „Tag des Lehrers“, am 12. 6. der „Tag des deutschen Eisenbahners“, am 1. 7. der „Tag der deutschen Volkspolizei“, am 2. 7. der „Tag des deutschen Bergmannes“, am 1. 9. der „Weltfriedenstag“, am 10. 9. der „Gedenktag für die Opfer des Faschismus“, am 10. 11. der „Weltjugendtag“, am 12. 11. der „Tag des Chemiearbeiters“ und am 11. 12. der „Tag des Gesundheitswesens“.

 

Nach einer Anweisung des Ministeriums für Volksbildung von 1964 waren insgesamt 44 F. von den „Einrichtungen der Volksbildung“ in würdiger Weise zu begehen, darunter die Geburtstage von Lenin, Marx, Engels, Thälmann, Pieck, Grotewohl und Ulbricht.


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 201–202


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.