Intelligenz (1969)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985
Die I. wird sozialstatistisch als „Schicht“ bezeichnet. Sie steht neben den beiden Grundklassen der Arbeiter und Angestellten einerseits, der Genossenschaftsbauern andererseits. Der Inhalt des Begriffs Schicht in der Sozialstatistik ist nicht fest umrissen. So ist es z. B. strittig, ob höhere Funktionäre der SED zur I. oder zu den „Arbeitern und Angestellten“ zu zählen sind. Alle Personen mit Hochschulabschluß und diejenigen Personen mit Fachschulabschluß, denen der Titel „Ingenieur“ zuerkannt wurde, zählen u.a. zur I. Zahlenmäßig handelt es sich (1967) um rd. 530.000 Beschäftigte, davon rd. 250.000 im Bereich „Kultur, Gesundheits- und Sozialwesen“. Der Anteil der wirtschaftlich Tätigen aus der Schicht der I., die im arbeitsfähigen Alter stehen, liegt mit rd. 97 v. H. höher als in jeder anderen sozialen Schicht. Der überwiegende Anteil der Angehörigen der I. hat seine Ausbildung nach 1945 in Mitteldeutschland erhalten. In der Zeit von 1946 bis 1967 schlossen rd. 90 v. H. der Personen mit Hochschulabschluß und rd. 85 v. H. der Fachschulabsolventen dort ihr Studium ab. Von den rd. 106.000 Studierenden an Universitäten und Hochschulen gaben 1966 rd. 30 v. H. an, der sozialen Herkunft nach der I. anzugehören (1960: 17,8 v. H.). Von den 1966 rd. 119.000 Studierenden an Fachschulen gaben 5 v. H. an, der sozialen Herkunft nach der I. zuzugehören (1960: 4,1 v. H.). (Sozialstruktur)
Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 291
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