DDR von A-Z, Band 1975

Bank für Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft (BLN) (1975)

 

 

Siehe auch:

  • Bank für Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft: 1969
  • Bank für Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft (BLN): 1979 1985

 

Als Bestandteil des Bankwesens ist die am 1. 10. 1968 (GBl. II, 1969, S. 41) durch Umbenennung der Landwirtschaftsbank gebildete Geschäftsbank kontoführend für die sozialistischen Genossenschaften, Betriebe und kooperativen Einrichtungen sowie staatlichen Organe der Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft. Sie gewährt Kredite, führt den Zahlungs-, Verrechnungs- und Sparverkehr, die Finanzkontrolle und die Geschäfte des Staatshaushalts durch. Bei der BLN sowie den in bezug auf ihre Bankgeschäfte ihrer Aufsicht unterstellten Bäuerlichen Handelsgenossenschaften (BHG) können Sparkonten gehalten werden.

 

Die BLN gliedert sich in die Zentrale mit Sitz in Berlin (Ost), die Bezirksdirektionen, Filialen und VVB-Filialen, die für die Bankgeschäfte der VVB der Land- und Forstwirtschaft sowie des Staatlichen Komitees für Aufkauf und Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse zuständig sind. Sie ist Organ des Ministerrates, der auch ihren Präsidenten (Günther Schmidt) beruft. Sie arbeitet nach einem Finanzplan und verfügt über ein Grundkapital von 250 Mill. Mark.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 98


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.