DDR von A-Z, Band 1975

Werkzeugmaschinenbau (1975)

 

 

Siehe auch die Jahre 1969 1979 1985


 

Entsprechend der Industriezweigsystematik der DDR ab 1968 ein Industriezweig des Industriebereichs Maschinen- und Fahrzeugbau, der alle Betriebe zum Bau, zur Reparatur und Montage von spanabhebenden und kaltumformenden Werkzeugmaschinen sowie von Scheren- und Schmiedeausrüstungen umfaßt. Erzeugt wurden 1973 u. a. 3.069 Drehmaschinen (ohne Uhrmacherdrehmaschinen), 596 Revolverdrehmaschinen, 431 Drehautomaten, 2.684 Fräsmaschinen (ohne Verzahnungsmaschinen), 823 Exzenter-, Kurbel- und Kniehebelpressen, 1.380 hydraulische Pressen. Ein bedeutender Betrieb dieses Industriezweiges ist der VEB Werkzeugmaschinenfabrik Vogtland, Plauen (Hauptproduktion: Feinbohrwerke, Spezial- und Einzweckmaschinen, komplette Fertigungsstraßen). Die Bruttoproduktion des W. stieg von 1960 bis 1973 um das 2,58fache (zum Vergleich: die industrielle Bruttoproduktion stieg im gleichen Zeitraum nur um das 2,17fache).

 

Bis Ende 1967 gehörte der W. zum Industriezweig Schwermaschinenbau im Industriebereich Metallverarbeitende Industrie. Der W. umfaßte damals ca. 70 Betriebe mit etwa 30.000 Beschäftigten.

 

Der hohe Eigenbedarf an Werkzeugmaschinen kann durch die DDR nicht gedeckt werden, da mit der UdSSR langfristige Lieferabkommen eingegangen wurden, die die Maschinenbaukapazitäten auf Jahre hinaus beanspruchen.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 935


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.