Gesellschaft „Neue Heimat“, „Vereinigung in der DDR für Verbindungen mit Bürgern deutscher Herkunft im Ausland“ (1979)
Siehe auch:
- Gesellschaft „Neue Heimat“: 1965
Die GNH. wurde im Dezember 1964 als Instrument der Auslandspropaganda der SED gegründet und ist organisatorisch der Liga für Völkerfreundschaft angegliedert; ihr schloß sich der zum gleichen Zweck 1960 in Berlin (Ost) konstituierte Arbeitskreis zur Pflege der deutschen Sprache und Kultur an, der „allen Freunden deutscher Kultur und Sprache im Ausland helfen und ihnen das Kennenlernen der Schönheiten der deutschen Literatur und Kunst erleichtern“ will. Die GNH. und der Arbeitskreis bedienen sich dazu aller Mittel der Öffentlichkeitsarbeit wie Veranstaltungen, Vorträge, Konzerte, Kurse, Bücher, Filme, Fotos und sonstigen Anschauungs- und Lehrmaterials. Die Bedeutung der GNH. ist seit 1972/73 stark zurückgegangen. Teile ihrer Aufgaben werden gegenwärtig von den Freundschaftsgesellschaften sowie den Botschaften der DDR im Ausland wahrgenommen, die am 30. 6. 1978 in 123 Staaten (ohne Bundesrepublik Deutschland) bestanden.
Die Zeitschrift der GNH. „Neue Heimat. Journal aus der Deutschen Demokratischen Republik“ wird kostenlos vor allem in Lateinamerika, Australien und Südafrika verteilt. Etwa seit dem Jahr 1972 sind publizistische Angriffe gegen die Bundesrepublik Deutschland weitgehend eingestellt worden.
Präsident: Hans-Peter Minetti (SED. Kandidat des ZK).
Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 469
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