DDR von A-Z, Band 1979

Junge Gemeinden (1979)

 

 

Siehe auch:


 

Lockere Organisationsform im Rahmen der evangelischen Kirche in der DDR, die nach 1945 einen Teil der Aufgaben der nicht wieder zugelassenen nichtkommunistischen Jugendverbände übernahm. Gegen die JG. wurde vor allem im Jahr 1953 mit dem Vorwurf „staatsfeindlicher Tätigkeit“ eine von der SED gesteuerte heftige Kampagne geführt. Die Verhaftung zahlreicher Mitglieder hat seinerzeit eine Fluchtwelle in die Bundesrepublik Deutschland ausgelöst. Seit 1964 wird die Arbeit der JG. in begrenztem Maße (Bibelrüstzeiten) wieder toleriert. Jugend; Familienrecht.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 567


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.