Wissenschaftlich-technischer Vorlauf (1979)
Siehe auch die Jahre 1966 1975 1985
1. Bezeichnung im weiteren Sinn für die Analyse und Prognose der Entwicklungstendenzen von Wissenschaft und Technik innerhalb der DDR und in internationaler Sicht, auf deren Grundlage wissenschaftlich-technische Arbeitsprogramme zusammengestellt und durchgeführt werden. Programme und deren Ergebnisse sollen als „Erkenntnisvorlauf“ ein schnelles Wirtschaftswachstum und eine gesellschaftspolitisch vertretbare soziale Entwicklung über einen längeren Zeitraum hervorrufen.
2. Bezeichnung im engeren Sinne für die Phase der wissenschaftlichen und technischen Vorbereitung der industriellen Produktion. Ziel des WtV. ist es, den Anschluß an die führenden Industrieländer im technischen Niveau, der Rentabilität der Fertigungsprozesse und der Erzeugnisprogramme durch eine ausreichende Grundlagenforschung. angewandte Forschung und Konstruktion zu erreichen bzw. zu stabilisieren. Die wachstumspolitische Bedeutung des WtV. wird seit 1967 in der Wirtschaftspolitik der DDR stärker betont. Mechanisierte und automatisierte Produktions- und Leitungsprozesse der Wirtschaft erfordern im Vergleich zu manuell durchgeführten Arbeitsvorgängen umfangreichere Produktionsvorbereitungen.
An die Stelle der Bezeichnung WtV. ist seit den Jahren 1972/73 gelegentlich der enger auf den Industriebetrieb bezogene Begriff Produktionsvorbereitung getreten. Produktionsvorbereitung umfaßt die betrieblichen Teilphasen Forschung. Entwicklung und Überführung der Entwicklungsresultate in die Fertigung. Forschung; Wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit; Planung.
Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 1194
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