DDR von A-Z, Band 1985

Ausfallzeiten (1985)

 

 

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979


 

Differenz zwischen der nominellen Arbeitszeit (Kalenderarbeitszeit bzw. gesetzlich festgelegte Arbeitszeit) und der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit (ohne Überstunden) während einer bestimmten Periode. A. entstehen bei

  • Abwesenheit der Beschäftigten vom Betrieb, z.B. durch Urlaub, Krankheit, Schwangerschafts- und Wochenurlaub, Hausarbeitstag, Wahrnehmung gesellschaftlicher Funktionen, Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen, unentschuldigtes Fehlen.
  • Anwesenheit der Beschäftigten im Betrieb, z.B. durch Warte- und Stillstandszeiten aufgrund von Störungen, Pausenüberschreitung, Sitzungen und Versammlungen während der Arbeitszeit.

 

Man unterscheidet zwischen beeinflußbaren und nicht beeinflußbaren A. Das besondere Augenmerk gilt in der DDR den beeinflußbaren A.; offiziellen Äußerungen zufolge sind sie unverhältnismäßig hoch. Zu den beeinflußbaren A. zählen A. wegen Krankheit, Wahrnehmung gesellschaftlicher Funktionen, Sitzungen und Versammlungen während der Arbeitszeit, Warte- und Stillstandszeiten, Pausenüberschreitungen, unentschuldigten Fehlens u.ä.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 101


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.