DDR von A-Z, Band 1985

Nationalhymne (1985)

 

 

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979


 

Der Text der N. der DDR wurde 1949 von Johannes R. Becher geschaffen und von Hanns Eisler vertont. Ihr erster Vers lautet: „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt, laß uns dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland. Alte Not gilt es zu zwingen, und wir zwingen sie vereint, denn es wird uns doch gelingen, daß die Sonne schön wie nie über Deutschland scheint.“

 

Da der in diesem Vers zum Ausdruck kommende Bezug zur fortbestehenden Einheit der deutschen Nation seit Anfang der 70er Jahre der Politik der SED in der nationalen Frage widerspricht, ist gegenwärtig die DDR einer der wenigen Staaten in der Welt, in dem auch bei offiziellen Anlässen der Text der N. nicht gesungen, sondern nur deren Melodie gespielt wird. Nation und nationale Frage.


 

Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 939


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.