DDR von A-Z, Band 1953

Dorfwirtschaftsplan (1953)

 

 

Siehe auch:


 

„Der D. ist nicht etwa die Aufgliederung des staatlichen Wirtschaftsplanes auf das Dorf, sondern der Plan zur Organisierung der Entfaltung der gegenseitigen Hilfe der werktätigen Bauern eines Dorfes (z. B. gemeinschaftlicher Drusch, Schädlingsbekämpfung u. a.); ein Plan zur Entwicklung des politischen und kulturellen Lebens im Dorf und für die Popularisierung und Anwendung neuer Arbeitsmethoden im Interesse einer termingemäßen bzw. vorfristigen Erfüllung und der Festigung der Wirtschaften der werktätigen Bauern, ein Plan zur Organisierung und Entfaltung des gesellschaftlichen Wettbewerbs auf dem Lande; ein Plan zur Einhaltung der demokratischen Verpflichtungen gegenüber dem Staat hinsichtlich Anbau und Ablieferung und gegenüber den Maschinenausleihstationen; ein Plan zur Organisierung und Entfaltung der gesellschaftlichen Hilfe für die zurückgebliebenen werktätigen Bauern. Der D. enthält auf gemeinsamer Grundlage solche Fragen wie z. B. den Bau eines Kulturhauses, der Einrichtung von Bauernstuben, der Verschönerung des Dorfes, des Anpflanzens von Obstbäumen auf Gemeindeland…“ (Ulbricht in einer Rede vom 31. 10. 1951.) Der D. ist somit ein politisches Kampfmittel des Regimes auf dem Wege zur Kollektivierung der Landwirtschaft.


 

Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 37


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.