Energieerzeugung (1953)
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Die Maschinenleistung in den Kraftwerken der SBZ betrug bei Kriegsende etwa 5.300 Megawatt (Berechnung des Inst. f. Raumforschung, Bad Godesberg). Durch Demontageverluste sank die Maschinenleistung auf 3.500 Megawatt ab. Von den Demontagen wurden weitgehend auch Umformer- und Schaltstationen und das Verteilernetz betroffen. Selbst Freileitungsmasten wurden mitabgebaut.
Nach dem Wiederaufbau der Energieversorgung betrug die installierte Leistung 1951 wieder 4.719 Megawatt. Der vorausgesagte Zusammenbruch der sowjetzonalen E. ist nicht eingetreten. Die E. in der SBZ stützt sich fast ausschließlich auf Dampf- und Kraftwerke, die ihren Standort in der Nähe von Braunkohlenvorkommen und Industriezentren haben. Braunkohle ist ausreichend vorhanden. Von den Kraftwerken befanden sich nach [S. 41]dem Stand von April 1952 18 der größten Werke in sowjetischem Besitz (SAG-Betriebe), 291 Kraftwerke waren VEB (Z), 1.120 waren kommunale Versorgungsbetriebe ohne große Bedeutung. Alle Kraftwerke sind an das allgemeine Zonennetz angeschlossen, das zur Zeit weiter ausgebaut wird.
Die oberste Verwaltungsbehörde in der Energiewirtschaft ist das Ende 1951 errichtete selbständige Staatssekretariat für Kohle und Energie. Die einzelnen Kraftwerke sind in 5 Energiebezirke (Nord, Ost, Mitte, West, Süd) mit je einer Betriebsdirektion an der Spitze zusammengefaßt.

Mit den für die Durchführung des Fünfjahrplanes erforderlichen Kapazitätsausweitungen (Planziel 6.600 Megawatt) kann gerechnet werden.
Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 40–41
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