DDR von A-Z, Band 1953

Materialbilanzen (1953)

 

 

Siehe auch das Jahr 1954


 

Für die Produktions-, Außenhandels- und Warenverteilungspläne in der SBZ wird von Materialverbrauchsnormen ausgegangen, die in den Betrieben aufgestellt u. als Bedarfsanforderungen an die zuständige Bedarfsträgergruppe, z. B. eine VVB, weitergegeben werden. Die Bedarfsträgergruppe faßt die Anforderung der Betriebe zusammen und leitet sie an den zuständigen Kontingentsträger, z. B. das Fachministerium, weiter. Der Kontingentsträger als größte Einheit einer Bedarfsträgergruppe prüft die Anforderungen und gibt sie nach Bestätigung weiter an das Staatssekretariat für Materialversorgung bei der Staatlichen ➝Plankommission. Hier wird die Gesamt-M. ausgearbeitet. Aus den Differenzen zwischen Materialaufkommen und [S. 93]-bedarf ergeben sich einerseits die Planungen für die Ausweitung oder Einschränkung von Produktionszweigen mit den daraus sich ergebenden Arbeitskräfte- und Finanzplanungen; andererseits bestimmen sie den Umfang des Außenhandels. Die Materialbilanzierung in der SBZ ist z. Z. wegen des Fehlens exakter Materialverbrauchsnormen zugestandenermaßen sehr mangelhaft.


 

Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 92–93


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.