DDR von A-Z, Band 1953

Museen (1953)

 

 

Siehe auch die Jahre 1954 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985


 

Soweit das Museumsgut der Zone nicht nach dem Zusammenbruch als „Beute“ entführt wurde, wird es seit der Besinnung auf das „kulturelle Erbe“ wieder restauriert und ausgestellt. Die im April 1951 unter die Verwaltung des Volksbildungsministeriums gestellten Ostberliner Galerien (Leiter: Ludwig Justi) befinden sich im Wiederaufbau. Die Reste der sächsischen Galerien (Dresden) werden seit 1952 im Gebäude des ehemaligen Reichsgerichts in Leipzig ausgestellt. Auch die M. werden als weltanschauliche Schulungsanstalten betrachtet und dienen der Propaganda des stalinistischen Weltbildes. Dies wird erreicht durch die Auswahl des Ausgestellten und durch die Herausgabe ideologisch kontrollierter Museumsführer. Das Muster eines derart ideologisch ausgerichteten M. ist das M. für deutsche Geschichte in Ostberlin.


 

Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 96


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.