Warenvertriebsgesellschaft mbH., Deutsche (DWV) (1953)
Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960
[S. 165]Eine der staatlichen ➝Tarnfirmen zur Täuschung ausländischer Handelsinteressenten und zur Durchführung illegaler Geschäfte. Die DWV hat seit ihrer Gründung 1948 bereits mehrmals den Namen gewechselt: zuerst „Deutsche Handelsgesellschaft (DHG) mbH.“, Berlin, Niederwallstraße, seit 1949 „Deutsche Ein- und Ausfuhrgesellschaft“, Berlin, Friedrichstraße. Seit August 1951 erst nennt sie sich DWV, Sitz ebenfalls Berlin, Friedrichstraße. Die Umfirmierungen erfolgten stets im Gefolge der Aufdeckung unsauberer und illegaler Geschäfte: die Firma erlosch — eine neue, unbelastete Firma tauchte auf. — Die DWV erhält Weisungen vom Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel und ist den volkseigenen Handelszentralen gleichgestellt. Sie ist besonders beim Export von Erzeugnissen der polygraphischen Industrie eingeschaltet. Das Personal ist durch Vereidigung zu strengster Verschwiegenheit über alle Geschäftsvorgänge verpflichtet und darf die Westsektoren Berlins nicht betreten.
Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 165
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