Bankwesen (1954)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1975 1979 1985
Nach der Neuorganisation seit 1945 gibt es in der SBZ drei zentrale Kreditinstitute, nämlich die Deutsche ➝Notenbank, die für das kurzfristige Kreditgeschäft und den Zahlungsverkehr im verstaatlichten Wirtschaftsbereich zuständig ist, die Deutsche ➝Investitionsbank für die Gewährung langfristiger Kredite an die staatliche Wirtschaft und die Deutsche ➝Bauernbank als Finanzinstitut der Landwirtschaft. Daneben sind auch als lokale Kreditinstitute die Sparkassen und Banken der Genossenschaften tätig, die u. a. nach Kreditrichtlinien, die zur Einschränkung der Kredithergabe an private Unternehmer erlassen wurden, den örtlichen kleineren Geldbedarf zu decken haben.
[S. 25]Eine Sonderstellung nimmt das Berliner Stadtkontor ein, des gleichzeitig als zentrales Bankinstitut für Ostberlin tätig ist. — Regionalbanken gibt es in der SBZ nicht mehr. Außer wenig besagenden Dekadenausweisen über den Bargeldumlauf durch die Deutsche Notenbank werden von keinem Bankinstitut periodische Tätigkeitsberichte veröffentlicht.
Literaturangaben
- Abeken, Gerhard: Geld- und Bankwesen in der sowjetischen Besatzungszone seit der Währungsreform. (BB) 1951. 36 S.
Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 24–25