Molotow (1954)
Siehe auch die Jahre 1956 1958
Wjatscheslaw Michailowitsch Skrjabin, genannt M. (molot = der Hammer), * 9. 3. 1890 in Kukarski. Besuch der Realschule in Kasan. 1905 erste Berührung mit der revolutionären Bewegung. Seit 1907 Mitgl. des Leninschen Flügels der sozialdemokratischen [S. 111]Partei Rußlands. 1912 Redaktionssekretär der „Prawda“. Bis zur Oktoberrevolution umfangreiche illegale Tätigkeit für die bolschewistische Partei, wiederholt verhaftet und deportiert. Seit 1921 ununterbrochen Mitgl. des ZK der KPdSU, 1924 Mitgl. des Organisationsbüros und Kandidat des Politbüros, 1925 Mitgl. des Politbüros. Als Vertrauter Stalins ständig mit wichtigen Aufgaben im Partei- und Staatsapparat betraut. Am 2. 5. 1939 zum Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten ernannt. Als solcher unterzeichnete er den Nichtangriffspakt der SU mit Hitler und vertrat die SU bei allen entscheidenden internationalen Konferenzen der ersten Nachkriegsjahre. Am 4. 3. 1949 übergab M. das Außenministerium offiziell an Wyschinski, blieb jedoch weiterhin enger Mitarbeiter Stalins. Nach dessen Tod stellv. Ministerpräsident, Außenminister und Mitgl. des Präsidiums des ZK der KPdSU.
Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 110–111
Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1954 wider.
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Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX
auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen.