Tschuikow, Wassilij Iwanowitsch (1954)
Siehe auch die Jahre 1953 1956
Armee-General, bis Frühjahr 1953 Vorsitzender der Sowjetischen Kontrollkommission und Oberbefehlshaber der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland. * 11. 2. 1900 im Bezirk Tula als Bauernsohn, später Lehrling und Geselle in einer Tulaer Waffenfabrik, beteiligte er sich 1918 als Freiwilliger an den Revolutionskämpfen. Während des russisch-finnischen Krieges 1939 war T. Abschnittskommandeur an der Karelischen Landenge, 1940 militärischer Berater Mao Tse-tungs. 1942 verteidigte er mit der 62. Armee Stalingrad. Dann leitete er als Armeeführer den Durchbruch am unteren Dnjepr und am Bug und nahm Ende April 1945 die Kapitulation der deutschen Truppen in Berlin entgegen. Nach Kriegsende Militärgouverneur in Thüringen, seit März 1949 Oberbefehlshaber der Besatzungstruppen in der ganzen SBZ und seit Gründung der „DDR“ Vorsitzender der Sowjetischen Kontrollkommission. Im Juni 1953 in die SU zurückberufen. (Besatzungspolitik)
Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 170
Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1954 wider.
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Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX
auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen.