ADN (1958)
Siehe auch:
- Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst (ADN): 1985
Abk. für Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst, als GmbH [S. 14]im Oktober 1946 als angeblich unabhängiges Nachrichtenbüro gegründet, stand von Anfang an unter entscheidendem Einfluß der SED, die mit Georg Wilhelm Hansen (alias Willi Leitner) den Geschäftsführer und Chefredakteur stellte, Anfang 1953 durch Frau Deba Wieland (SED) abgelöst. Seit Schließung des von der Besatzungsmacht kontrollierten „Sowjetischen Nachrichtenbüros“ (SNB) im Sommer 1949 besitzt ADN in der SBZ das Nachrichtenmonopol. Seit dem 1. 5. 1953 ist ADN offiziell „staatliche Institution“ und „unterliegt dem Weisungsrecht des Ministerpräsidenten, das durch das Presseamt beim Ministerpräsidenten ausgeübt wird“. ADN treibt eine einseitige, an den jeweiligen Zielen der SED-Politik orientierte Nachrichtenpolitik. Er unterhält Redaktionen in allen Bezirkshauptstädten der SBZ und ständige Korrespondenten in Moskau, Peking und den Hauptstädten der Volksdemokratien sowie in Wien und der Bundesrepublik. In den übrigen Ländern Sonderkorrespondenten. (Pressewesen, Parteipresse der SED)
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 13–14