DDR von A-Z, Band 1958

Aktiv (1958)

 

 

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985


 

1. Pj. für kleine, aus Funktionären und Aktivisten bestehende Gruppe, zu der auch Angehörige der technischen ➝Intelligenz treten können, zur Lösung bestimmter Aufgaben in Kollektivarbeit. Technische A. werden gebildet vor allem zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und zur Senkung der Selbstkosten, insbesondere des Materialverbrauchs. (Materialverbrauchsnormen, Gewerkschaftsaktiv, Parteiaktiv)

 

A. bestehen auch innerhalb der Verwaltung zur Lösung bestimmter Verwaltungsaufgaben, z. B. im Wohnungswesen und bei der Erfassung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. (Landwirtschaft)

 

2. Zur Unterstützung der ständigen Kommissionen der örtlichen Volksvertretungen sind A. „von Bürgern zu schaffen, die befähigt und interessiert sind, die ständigen Kommissionen bei der Durchführung ihrer Aufgaben zu unterstützen“ (§ 18 Abs. 2 des Gesetzes über die örtlichen Organe der Staatsmacht vom 18. 1. 1956 — GBl. I S. 65). Durch die A. soll eine lebendige Verbindung zwischen Volksvertretung und Bevölkerung geschaffen werden. In der Praxis wird die Bildung der A. sehr oft unterlassen, weil kaum ein Interesse der Bevölkerung an den fiktiven Aufgaben der sowjetzonalen Volksvertretungen besteht.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 18


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.