Bereitschaftspolizei, Deutsche (1958)
Siehe auch:
- Bereitschaftspolizei, Deutsche: 1959
Kasernierte militärähnliche Polizeitruppe, seit Ende 1954 aus den Wachverbänden des SfS entwickelt. Bis 1. 10. 1956 als Innere Truppen bezeichnet. Untersteht seit 15. 2. 1957 nicht mehr dem MfS, sondern dem Ministerium des Innern, doch wurde ihre Eigenschaft als militärähnliche Verfügungstruppe noch verstärkt. Die B. übernahm im Spätsommer 1957 die bis dahin von ihr getrennten kasernierten Bereitschaften der Volkspolizei, ausgenommen jene in Berlin. Die B. hat etwa 18 mot. Bereitschaften in den Bezirkshauptstädten und anderen Großstädten der SBZ, die modernen mot. Infanterieregimentern (mit je 1 Panzerwagen-Kompanie je Bataillon und 1 Batterie Feldgeschütze) entsprechen. Sie hat ein Lehrregiment in Potsdam, eine Offiziersschule bei Halberstadt und versch. Schuleinheiten.
Die B. wird sehr streng „kaderpolitisch“ im Sinne der SED ausgelesen und parteipolitisch im Polit-Unterricht sorgfältig geschult. Sie ist nach dem Vorbild der sowjetischen Staatssicherheitstruppen zur Niederhaltung der Bevölkerung und zur Unterdrückung von Volkserhebungen bestimmt. Uniform: graugrün wie die Volkspolizei. Stärke: 25.000–28.000 Mann. Chef des Kommandos der Deutschen B. (in Pätz bei Königswusterhausen) ist Generalmajor Winkelmann. (Militärpolitik)
Literaturangaben
- Bohn, Helmut (und andere): Die Aufrüstung in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. (BB) 1958. 174 S.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 49
| Berater | A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z | Bergmann der DDR, Verdienter |