Heimerziehung (1958)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966
Die H. hat die Aufgabe, Kinder und Jugendliche, deren Erziehung nicht durch das Elternhaus gesichert ist, mit Hilfe der Schule zu betreuen (VO über Heimerziehung von Kindern und Jugendlichen vom 26. 7. 1951, GBl. Nr. 91/51, S. 708). Einrichtungen der H. (öffentliche und der volkseigenen Wirtschaft):
1. Normalkinderheime (Stichtag 30. 12. 1956, Anzahl: 344);
2. Spezialheime für schwererziehbare und bildungsfähige schwachsinnige Kinder (51 Heime);
3. Durchgangsstationen zur Beobachtung und Einweisung von Kindern und Jugendlichen, für die öffentliche Erziehung angeordnet wurde (28);
4. Jugendwohnheime und Jugendwerkhöfe (für erziehungsschwierige und straffällige Jugendliche) (98);
5. Hilfsschulheime (43); Kindererholungsheime (9);
6. Heime für ausländische Kinder (13).
Anzahl der in der H. beschäftigten Erzieher: 4.266. Außerdem gibt es 147 konfessionelle Einrichtungen mit 742 Erziehern. Die Einweisungen von erziehungsschwierigen Jugendlichen in Jugendwerkhöfe werden durch Entscheidungen der Jugendgerichte oder der Räte der Kreise angeordnet. Die H. untersteht dem Ministerium für Volksbildung.
Literaturangaben
- Lange, Max Gustav: Totalitäre Erziehung — Das Erziehungssystem der Sowjetzone Deutschlands. Mit einer Einl. v. A. R. L. Gurland (Schr. d. Inst. f. pol. Wissenschaft, Berlin, Bd. 3). Frankfurt a. M. 1954, Verlag Frankfurter Hefte. 432 S.
- Säuberlich, Erwin: Vom Humanismus zum demokratischen Patriotismus. — Schule und Jugenderziehung in der sowjetischen Besatzungszone (Rote Weißbücher 13). Köln 1954, Kiepenheuer und Witsch. 170 S.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 131
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