DDR von A-Z, Band 1958

Kupferbergbau (1958)

 

 

Siehe auch:


 

Von den gesamtdeutschen Kupfervorkommen liegen etwa vier Fünftel im Gebiete der SBZ: im Mansfeld-Sangerhauser Raum. Das einzige Kupferbergbauunternehmen, die Mansfeld AG., wurde verstaatlicht. Kupferbergbau und -Verhüttung werden seit Anfang 1953 in zwei wirtschaftlich selbständigen Kombinaten durchgeführt. Seit 1945 ist die Kupfererzförderung ständig angestiegen, jedoch nahm der Kupfergehalt der Erze stetig ab. Im Jahre 1952 hatte die Förderung den Höchststand im Jahre 1938 erreicht: der Kupfergehalt betrug aber weniger als die Hälfte. Der ursprüngliche Fünfjahrplan sah eine Steigerung der Kupfererzförderung auf 2,65 Mill. t vor. Erreicht wurde jedoch eine Förderung von nur 1, 33 Mill. t. Auch im zweiten Fünfjahrplan können Kupferbergbau und -verhüttung nicht gesteigert werden. Es ist eher mit einem Absinken der Produktion zu rechnen. da die Vorkommen der Erschöpfung entgegengehen. Der Kupferbergbau in der SBZ deckt nur etwa ein Drittel des Kupferbedarfs der verarbeitenden Industrien der Zone. Der größte Teil wird aus kupferhaltigem Schrott gewonnen. Die Schrottvorräte nehmen jedoch ab. Kupfer ist daher Engpaß erster Ordnung. Es bestehen zahlreiche Verwendungsverbote.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 182


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.