DDR von A-Z, Band 1958

Lyssenko, Trofim D. (1958)

 

 

Siehe auch die Jahre 1956 1959 1960


 

Russischer Botaniker, geb. 29. 9. 1898 in Karlowka (Poltawa), erzielte mit seiner „Stadienlehre“ und ihrer Anwendung in der Jarowisation (Keimstimmung) praktische Erfolge für die russische Landwirtschaft. Die von ihm auf der Grundlage von Arbeiten Mitschurins entwickelte Vererbungslehre (Entstehung neuer Eigenschaften durch Veränderung der Umweltbedingungen) führte in der SU zur Bekämpfung der „formalen Genetik“ (Mendelismus).

 

War als ideologischer Günstling Stalins Präsident der Leninakademie der Landwirtschaftswissenschaften in Moskau, bis er Anfang 1956 mit Beseitigung des Personenkultes aus seinen Ämtern entfernt wurde. Inzwischen wurde L. rehabilitiert, ohne wieder eine besondere Rolle zu spielen. L. gilt als Mitbegründer der sowjetruss. Agrobiologie.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 197


 

Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1958 wider.

Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.

 

Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX

auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen.


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.