DDR von A-Z, Band 1960

Arzt, Praktischer (1960)

 

 

Siehe auch:


 

Die Spezialisierung der Ärzte in zahlreiche Sparten von Fachärzten, seit 1951 nach dem Modell der SU vorangetrieben, ließ für den PA. keinen Raum. Die in der Ausbildung befindlichen Ärzte, naturgemäß von den tarifgebundenen Verdienstaussichten bestimmt, fügten sich in die Spezialisierung. Nach langen parteiinternen Auseinandersetzungen wurde 1958 die Zweckmäßigkeit eines PA. bejaht, „ausgehend von den Bedürfnissen der medizinischen Betreuung der Bevölkerung, aufbauend auf guten Traditionen und in Auswertung der Erfahrungen der sozialistischen Bruderländer“ (Perspektivplan, S. 41). Das Konzept des Gesundheitswesens setzt für das Grundgefüge der ambulanten Behandlung, also Staatliche Praxen, Ambulatorien und Betriebsgesundheitswesen, voraus, daß ein beträchtlicher Teil der Ärzte als PA. tätig bleibt. Allerdings macht ein festes „Berufsbild mit dreijähriger Ausbildungsdauer“ (nach Erlangung der Approbation) auch den PA. zu einer besonderen Art von Spezialisten innerhalb des Gesundheitswesens.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 36


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.