DDR von A-Z, Band 1960

Lehrwerkstätten (1960)

 

 

Siehe auch die Jahre 1959 1962


 

Die Ausbildung gewerblicher Lehrlinge in betrieblichen L. ist die Regel. Zunehmend werden für ganze Industriezweige zentrale L., z. T. in Form „Volkseigener Betriebe“, eingerichtet. Die Lehrlinge erhalten hier beruflich-theoretischen, praktischen und „gesellschaftlichen“, d. h. politischen Unterricht im Sinne der SED. Die Lehrausbilder selbst müssen ständig an Lehrgängen zur „ideologischen Qualifizie[S. 244]rung“ teilnehmen. Ihre Anleitungstätigkeit schließt die politische Beeinflussung der Lehrlinge ein. Im ersten Lehrjahr entfallen auf die beruflich-praktische Ausbildung 3 Tage, im 2. Lehrjahr 4 und im 3. Lehrjahr 5 Tage. Die weiterentwickelte Form der Lehrlingsausbildung geschieht im Lehrkombinat. (Berufsausbildung, Berufsschulwesen)


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 243–244


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.