Museum für Deutsche Geschichte (1960)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985
Wie das 7. Plenum des ZK der SED am 20. 10. 1951 „die wissenschaftliche Ausarbeitung der Geschichte Deutschlands und der deutschen Arbeiterbewegung“ anschaulich machen im Dienste des weltrevolutionären Marxismus-Leninismus. Am 18. 1. 1952 in Berlin gegründet, am 5. 7. 1952 eröffnet. Ein „Wissenschaftlicher Rat des M.“ soll Objektivität Vortäuschen. Die offene Forderung nach einer bolschewistisch-internationalen und zugleich „nationalen“ Geschichtsbetrachtung, die die 2. Parteikonferenz der SED am 12. 7. 1952 erhob, prägt auch das M. Es siedelte 1956 ins wiederaufgebaute Zeughaus über. Direktor: der ehemalige Sozialdemokrat Prof. Dr. Alfred ➝Meusel (SED). — Seit 14. 9. 1957 ist dem M. die Schausammlung „Waffen und Uniformen in der Geschichte“ angegliedert, die viele gerettete Bestände des alten „Zeughauses“ enthält. Einseitig parteipolitisch ausgerichtet, soll sie lehren, auch die Geschichte des Krieges „klassenmäßig einzuschätzen“ und die „Bereitschaft zur Verteidigung unserer DDR zu erhöhen“. (Nationale Geschichtsbetrachtung, Museen)
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 281