DDR von A-Z, Band 1960

Polizeitruppen (1960)

 

 

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969


 

Kasernierte militärähnliche (paramilitärische) Bereitschaftspolizei, die zunächst als staatspolitische oder grenzpolizeiliche Verfügungstruppe organisiert ist, zugleich aber effektiv den Kampfwert militärischer Streitkräfte hat und eine mot. Infanterie darstellt. — Als P. kann in diesem Sinne in der Bundesrepublik nur sehr bedingt der Bundesgrenzschutz bezeichnet werden, der in viel stärkerem Maße polizeiliche Aufgaben erfüllt als die Grenzpolizei der SBZ. Keinesfalls aber haben die Bereitschaftspolizeien der Länder der Bundesrepublik die Zielsetzung und den Wert einer motorisierten Infanterie. P. in der SBZ sind die Grenzpolizei, Bereitschaftspolizei, Transportpolizei, die mot. Bereitschaften der Volkspolizei in Berlin und das Wachregiment des MfS, zus.: rd. 84.200 Mann. (Dagegen umfaßt der Bundesgrenzschutz nur rd. 14.200 Mann und die Bereitschaftspolizeien der Länder zählen, einschl. West-Berlins, nur etwa 14.800.)

 

Literaturangaben

  • Bohn, Helmut (und andere): Die Aufrüstung in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. 2., veränd. Aufl. (BB) 1960. 209 S.
  • Kopp, Fritz: Chronik der Wiederbewaffnung in Deutschland, Rüstung der Sowjetzone — Abwehr des Westens (Daten über Polizei und Bewaffnung 1945 bis 1958). Köln 1958, Markus-Verlag. 160 S.

 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 315


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.